"Mein Kopf ist frei"

Wolf hat Entscheidung getroffen - Unterschrift fehlt noch

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Marius Wolf stammt aus dem eigenen Löwen-Nachwuchs.

München - Sein Kopf ist nach eigenen Angaben wieder frei - Marius Wolf hat eine Entscheidung in Sachen Vertragsverlängerung getroffen. Und die dürfte den Löwen-Fans außerordentlich gefallen.

Müde in den Beinen war Marius Wolf Donnerstag beim Training schon noch ein bisschen nach der Länderspielreise mit der deutschen U21, aber als die Frage auf die Befindlichkeit seines zuletzt wichtigsten Körperteils kam, gab es keinen Grund zum Klagen. „Mein Kopf ist frei“, sagte der 20-jährige Löwen-Stürmer, um den vor rund zwei Wochen viel Wirbel entstanden war, da Wolf kurz vor Ablauf der Transferperiode seinen Vertrag nicht verlängert hatte.

Die Verantwortlichen des TSV 1860 bekamen schon wacklige Knie, weil sogar die Befürchtung im Raum stand, dass Wolf vielleicht noch kurzfristig das Weite suchen würde. Trainer Torsten Fröhling reagierte auf seine Weise. Er nahm Wolf nicht zum Auswärtsspiel nach Bochum mit, weil dieser „im Kopf nicht frei“ sei. Davon ist jetzt, wie gesagt, keine Rede mehr. Weil sich Wolf für einen längeren Verbleib an der Grünwalder Straße entschieden hat. „Ich hoffe, dass das mit der Vertragsverlängerung so schnell wie möglich passiert“, sagte er Donnerstag und fügte hinzu: „Ich wollte ja auch immer bleiben.“

Aber wenn es um die Zukunft junger Talente geht, dann spielen heutzutage eben auch andere Einflüsse noch eine Rolle. Der oder die Berater, die Familie – in dieser Hinsicht herrschte vor einigen Wochen sicherlich noch keine Klarheit, wohin der Weg des 20-Jährigen führen wird. Wobei Wolf die Meinung dieser Personen schon auch wichtig war. „Auf meinen Vater höre ich, seit ich geboren bin“, sagte er, und offenbar ist Papa Wolf jetzt auch zur Einsicht gekommen, dass es seinem Sohn guttun würde, noch einige Zeit beim TSV 1860 zu verbringen.

Als Sprungbrett für höhere Aufgaben dient der Verein allemal. Wolf gehörte jetzt erstmals dem U21-Kader an, der Dänemark 2:1 und Aserbaidschan (EM-Quali) 3:0 besiegte. Von Aserbaidschans Hauptstadt Baku war er sehr beeindruckt: „Die sieht aus wie Klein-Dubai. Aber es gab auch Schattenseiten. Das Meer ist total verdreckt vom Öl, überall siehst du tote Fische.“

Dass er von Trainer Horst Hrubesch keine Minute eingesetzt wurde, war für Wolf kein Grund zum Ärgern: „Allein das Training hatte eine große Qualität. Weil so viele Spieler aus der Bundesliga dabei waren.“ Und was man dort irgendwann mal so verdienen kann, danach dürfte er sich auch erkundigt haben…

tz

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