Poschner: "Wir vertrauen Markus"

Hat von Ahlen keine Lust auf den Schleudersitz?

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Sport-Geschäftsführer Gerhard Poschner mit Trainer Markus von Ahlen

München - Wie geht’s mit Trainer Markus von Ahlen weiter? „Es spricht nichts dagegen, dass er unser Cheftrainer bleibt“, sagte Poschner. Aber was will der Coach selbst?

Gerhard Poschner kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Man hat gespürt, dass es eine Einheit ist, nicht nur von der Mannschaft her, sondern im ganzen Stadion. Das war fantastisch, das hat Freude gemacht!”, sagte der Sport-Geschäftsführer nach dem 2:0-Sieg der Löwen gegen Greuther Fürth. „Alle sind glücklich aus dem Stadion gegangen: Mannschaft, Verantwortliche, Mitarbeiter und Zuschauer. Da geht man mit einem guten Gefühl nach Hause.”

Der „erste Schritt in die richtige Richtung“ (Christopher Schindler) ist den Sechzigern mit dem Heimsieg gegen die Franken gelungen. Der zweite soll am Freitag (18.30 Uhr) beim VfR Aalen folgen, der dritte nach der Länderspielpause bei Erzgebirge Aue (Sonntag, 19. Oktober, 13.30 Uhr).

Und wie geht’s mit Trainer Markus von Ahlen weiter? „Es spricht nichts dagegen, dass er unser Cheftrainer bleibt“, sagte Poschner. „Für diese Saison, fünf oder zehn Jahre. Wir vertrauen Markus. Wir wissen, was wir an ihm haben. Markus wird auch morgen und übermorgen und auch in ein paar Wochen unser Trainer sein – in welcher Funktion, das werden wir dann sehen.“ Kein unwichtiger Zusatz. Denn entschieden ist noch nichts. In den nächsten Tagen will sich Poschner mit von Ahlen zusammensetzen. Was ist dein Plan, worauf hast du Lust, auf was nicht? – diese (und einige andere) Fragen wird der Sportchef dem Trainer dann stellen. „Spätestens in der Länderspielpause“ sei eine Entscheidung zu erwarten, sagte Poschner am Sonntag gegenüber der tz. „Wir haben keinen Stress und keinen Druck.“ Andererseits könne man „eine Mannschaft auch nicht drei, vier Wochen im Unklaren lassen“.

Von Ahlen ließ sich am Wochenende zu keinem Bekenntnis hinreißen. „Cheftrainer, Interimstrainer, Co-Trainer – das ist für mich kein Thema“, sagte der 43-Jährige. „Ich habe einen Vertrag bis 2016, mein Bedürfnis ist, längerfristig für diesen Verein zu arbeiten.“

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Klarer Fall: Da will sich jemand den Weg zurück ins zweite Glied nicht verbauen. Der Trainerstuhl bei 1860 ist einer der heißesten im deutschen Profifußball. Und der Fall Alexander Schmidt hat gezeigt, wie schnell man bei den Löwen an vorderster Front verbrennen kann. Für Schmidt war nach seiner Beurlaubung als Profitrainer jedenfalls kein Platz mehr in der großen Löwenfamilie. Dieses Schicksal will von Ahlen nicht erleiden.

Von Ahlen ist der vierte Gewinner

Für Markus von Ahlen war es bereits die zweite Premiere als 1860-(Interims?)-Coach. Hier die Debüts der Löwen-Trainer seit dem Abstieg 2004.

Rudi Bommer: 2:2 gegen die SpVgg Unterhaching.

Reiner Maurer: 2:1 gegen Greuther Fürth.

Walter Schachner: 1:3 bei Hansa Rostock.

Marco Kurz: 2:0 bei Rot-Weiß Essen.

Uwe Wolf: 5:1 gegen St. Pauli.

Ewald Lienen: 1:1 gegen Alemannia Aachen.

Reiner Maurer: 2:3 in Bochum.

Alexander Schmidt: 2:2 bei Union Berlin.

Friedhelm Funkel: 0:0 in Aalen.

Markus von Ahlen: 2:4 bei Dynamo Dresden.

Ricardo Moniz: 2:3 in Kaiserslautern.

Markus von Ahlen: 2:0 in der Arena gegen Greuther Fürth.

lk

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