Geschäftsführer spricht von "Chaos-Löwen"

Rejek: Die 3. Liga ist näher, als wir glauben"

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Geschäftsführer Markus Rejek.

München - Es gibt angenehmere Termine, als sich einen Tag nach dem blamablen 0:4 im Testspiel gegen den abstiegsgefährdeten Drittligisten VfB Stuttgart II einem Fanklub zu  stellen.

  Löwen-Geschäftsführer Markus Rejek und Mittelfeldspieler Dominik Stahl (noch im Aufbautraining) taten es am Samstag in Bad Reichenhall und mussten sich natürlich kritische Fragen gefallen lassen. Auch wegen der angespannten Tabellensituation, die Löwen sind nur einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt. „Die dritte Liga ist uns näher als wir glauben“, wurde Rejek in einem Bericht über die Veranstaltung auf der Facebook-Seite der ARGE zitiert und er gab auch zu, dass man große Angriffsflächen als „Chaos-Löwen“ biete.

Kann man wohl sagen. Nach der Klatsche gegen die Schwaben ließen einige Fans ihrem Frust und ihrer Wut freien Lauf. Trainer Markus von Ahlen wurde  angepöbelt, dass er sich „zum Cirkus Krone“ verziehen solle, denn „dort brauchen sie noch einen Clown wie dich“. Und auch Aufsichtsrat Noor Basha musste sich einiges anhören. Das Ganze sei nur noch eine „Verarschung der Zuschauer durch einen desolaten und unterirdischen Haufen“. Der Cousin von Hasan Ismaik erwiderte, dass man sich halt „in einem Prozess“ befinde, eine Floskel, auf die man bei 1860 nun schon seit Monaten gern zurückgreift, wenn man keine Antworten mehr parat hat.

Ticker: Peinlich! 1860 geht gegen VfB II unter

Markus von Ahlen, der sich im Gegensatz zu Sportdirektor Gerhard Poschner den Fragen stellte, gab Antworten. Aber auch die klangen etwas merkwürdig: „Wir haben sehr früh einen sehr guten Status Quo erreicht, von dem wir wegarbeiten können.“ Ein sehr guter Status Quo? Nach einem 0:4 gleich zu Beginn des neuen Jahres, in dem man ja vieles besser machen wollte? Auch die Feststellung des Trainers, dass man abgesehen von den vier Gegentoren „nicht viel zugelassen“ habe, vermochte niemanden recht aufzuheitern. Dann aber doch noch ein Brüller: „Ich gehe davon aus, dass sich dieser Kader in der Vorbereitung noch steigern kann“, sagte von Ahlen. Ja, wenn das nicht möglich wäre, müsste man den Laden jetzt schon zusperren.

tz

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