Beister verrät: Ex-Löwe riet mir zum Wechsel zu 1860

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Maxi Beister (l.) will den Löwen im Abstiegskampf helfen.

München - Maxi Beister ist der fünfte Löwen-Neuzugang im Winter. Am Sonntag erlebte er gleich einen stressigen ersten Arbeitstag. Zum Wechsel nach München riet ihm übrigens ein Ex-Löwe.

Auf dem Trainingsplatz durfte Maximilian Beister seine fußballerischen Fähigkeiten am ersten Arbeitstag in München noch nicht präsentieren. Auf dem maroden Untergrund, dessen mangelnde Pflege zuletzt Anlass für heftige Diskussionen war, tummelten sich am Sonntagvormittag dafür knapp hundert Tauben, für die der Boden tatsächlich noch was her gab. Jedenfalls zum Picken. Für Beister war der erste Tag bei seinem neuen Klub dennoch straff genug gehalten. Erst ging es mit den neuen Kollegen in die Kraftkammer, dann stand ein Lauf auf dem Programm, anschließend folgte die Teilnahme am Neujahrsempfang des TSV 1860 im Hacker-Pschorr-Bräuhaus und danach setzte der 25-jährige Offensivmann noch seine Unterschrift auf den Fünf-Monats-Vertrag bei den Löwen.

Nur fünf Monate deshalb, weil Beister von Mainz 05 ausgeliehen wurde, wobei der Bundesligist auch weiterhin noch einen Teil des Gehalts übernimmt. Der gebürtige Göttinger, der in der Nachwuchsabteilung des Hamburger SV groß geworden ist, besaß auch Angebote anderer Klubs, u. a. vom SC Paderborn, dem großen Konkurrenten des TSV 1860 im Kampf um den Klassenerhalt. Beister: „Die guten Gespräche mit Sportchef Oliver Kreuzer und Trainer Benno Möhlmann haben mich überzeugt, dass es das Beste ist, wenn ich zu Sechzig gehe.“

Zumal ihm auch der ehemalige Löwen-Spieler und jetzige Kapitän der Mainzer, Julian Baumgartlinger, dazu geraten hat. Beister: „Julian sagte mir, dass 1860 schon ein Verein ist, bei dem es Spaß macht.“

Bilder: Hier kommt Beister von seinem ersten Löwen-Training

Na ja, aber nur wenn man Abstiegskampf von der spaßigen Seite betrachtet. Für Beister ist es zumindest eine reizvolle Aufgabe: „Das war ein Grund für den Wechsel: Dass ich diesem großen Traditionsverein im Kampf um den Klassenerhalt helfen kann. Und natürlich auch, dass ich wieder Spielpraxis sammeln kann.“

Damit war es in Mainz nicht weit her. Ganze fünf Minuten durfte Beister in der Vorrunde ran, beim 3:1-Sieg der 05er in Hamburg war das. Warum es nach dem Wechsel zu Mainz im vergangenen Sommer nicht lief, darüber wollte der 25-Jährige nicht mehr viele Worte verlieren. „Es ist nicht wichtig, darüber nachzudenken, warum es in Mainz nicht geklappt hat.“

Hauptsache ist ja auch, dass es jetzt im Löwen-Trikot klappt. „Ich sehe mich als Offensivmann auf der rechten Seite“, erklärte Beister, der dieses Thema auch bereits mit Benno Möhlmann besprochen hat und darauf hofft, dass er vor allem an seine starken Zeiten im Trikot von Fortuna Düsseldorf anknüpfen kann. Neun Tore steuerte Beister 2011/12 zum Aufstieg in die erste Liga bei, danach kehrte er zum HSV zurück, bei dem er sich vor zwei Jahren einen Kreuzbandriss zuzog.

Am Samstag beim letzten Test der Löwen in Burghausen war Beister noch nicht dabei. Mit 5:1 wurde der Tabellenführer der Regionalliga Bayern besiegt, wobei die drei anderen Winterneuzugänge auf sich aufmerksam machten. Mauersberger erzielte zwei Tore, Mölders eins und der Ex-­Bremer Aycicek imponierte mit einer starken Darbietung. Benno Möhlmann war trotz des deutlichen Ergebnisses nicht ganz zufrieden. „Wir wirkten nicht so frisch, es lief nicht alles rund“, sagte der Löwencoach. „Aber wir haben unsere Chancen gut verwertet.“

tz

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