Diese fünf Löwen könnten die Binde bekommen

Schindler weg: Wer wird jetzt neuer 1860-Kapitän?

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Wird einer von ihnen der neue Löwen-Kapitän? Daniel Adlung (l.) und Jan Mauersberger.

München - Christopher Schindler hat den TSV 1860 verlassen. Damit ist auch der Posten des Kapitäns bei den Löwen vakant. Wer wird sein Nachfolger? Wir stellen fünf Alternativen vor. 

Es war eine bittere Nachricht für alle Fans des TSV 1860 München: Kapitän, Abwehrchef und Ur-Löwe Christopher Schindler verlässt seine Geburtsstadt und wechselt zum englischen Zweitligisten Huddersfield Town. Damit gibt es nicht nur ein Loch in der Innenverteidigung der Löwen zu stopfen. Kosta Runjaic muss auch einen neuen Kapitän bestimmen. Bisher hat sich der neue Trainer noch nicht entschieden. Wir haben uns fünf mögliche Spieler aus dem Kader ausgesucht und erklären, warum sie als möglicher Schindler-Nachfolger in Frage kommen. 

Jan Mauersberger, Innenverteidiger

Jan Mauersberger (l.) trug in der Vorbereitung bereits die Binde.

Der 31-jährige Mauersberger wäre mit seiner zentralen Position als neuer Abwehr-Boss ideal für die Rolle des neuen Kapitäns. In der Rückrunde zeigte er starke Leistungen, ging als Anführer voran. Reichlich Erfahrung bringt Mauersberger, der wie Schindler auch in München geboren ist, ebenfalls mit. In der Vorbereitung trug Mauersberger bereits gegen Sturm Graz (1:0) und Werder Bremen (2:1) die Binde. Kosta Runjaic vertraut ihm offensichtlich. Zwei Mankos hätte der Ex-Karlsruher aber doch. Er ist erst seit Januar ein Löwe, ein Kapitän zeichnet sich normalerweise durch langjährige Loyalität zum Verein aus. Der zweite Stolperstein könnte seine Vergangenheit beim Lokalrivalen sein. Mauersberger wurde beim FC Bayern ausgebildet und war insgesamt neun Jahre lang ein Roter.

Daniel Adlung, zentrales Mittelfeld

Daniel Adlung ist der Antreiber im Mittelfeld.

Daniel Adlung ist der Antreiber des Löwen-Mittelfeldes. Der 28-Jährige überzeugt vor allem durch kämpferischen Einsatz. Auch er war, wie Mauersberger, in der Vorbereitung schon Kapitän (gegen Basel). Runjaic scheint also auch mit ihm zu planen. Mit 272 Zweitligaspielen hat er auch reichlich Erfahrung, war bereits bei Greuther Fürth, dem VfL Wolfsburg, Alemannia Aachen und Energie Cottbus unter Vertrag. 2013 kam er ablösefrei zu den Löwen. Drei Jahre trägt er also schon das Trikot der Sechzger, als zentrale Figur im Mittelfeld hätte er ebenfalls das Zeug zum neuen Kapitän.

Goran Sukalo, zentrales Mittelfeld

Goran Sukalo gab erst in der Vorbereitung sein Debüt für die Löwen.

Goran Sukalo ist wie ein Neuzugang für den TSV 1860. Zwar wurde der Slowene bereits im Winter verpflichtet, konnte aber aufgrund von Leistenproblemen kein einziges Spiel in der Rückrunde machen. Trotz alledem ist Sukalos geballte Erfahrung für die Löwen goldwert. 34 Jahre ist er bereits alt, über 300 Spiele in Deutschlands Zweiter Liga hat Sukalo absolviert. Bei Greuther Fürth, wo der Slowene zuletzt aktiv war, zeigte er bereits, dass er eine Führungspersönlichkeit ist. Er spielt vor allem im defensiven Mittelfeld. Ob Runjaic aber einen eigentlichen Neuzugang zum Kapitän macht, ist fraglich.

Michael Liendl, offensives Mittelfeld

Michael Liendl gibt den Weg vor.

Ein weiterer Kandidat auf die Binde ist Michael Liendl. Unter Benno Möhlmann war der Österreicher absolut gesetzt, machte bis auf die ersten vier Spiele, wo er noch in Düsseldorf unter Vertrag stand, und am 32. Spieltag auf St. Pauli jedes Spiel. Vier Tore und acht Vorlagen steuerte der 30-Jährige zum Klassenerhalt bei. Bei den Elfmetern geht Liendl bereits voran, schnappt sich selbstbewusst den Ball. Eine Führungsrolle innerhalb der Mannschaft hat er scheinbar schon inne (trotz Gerüchten in der Pause, wonach er den Verein verlassen sollte), zu seiner Rolle als Spielmacher könnte nun auch die Kapitänsbinde hinzukommen. Gegen Basel durfte er sie bereits 45 Minuten tragen.

Sascha Mölders, Sturm

Sascha Mölders zeigt vor allem Kampfeswillen.

Im Winter lieh der TSV 1860 Sascha Mölders vom FC Augsburg aus, jetzt im Sommer verpflichteten ihn die Löwen fest. Der 31-Jährige war bei allen Rückrundenspielen dabei, vier Tore erzielte der körperlich starke Stürmer. Auch das zeichnet einen Mölders aus: Er knipst nicht nur, er ackert und kämpft unaufhörlich für die Mannschaft. Ein Routinier mit über 100 Bundesliga-Spielen, der mit Wille und Kampfgeist voran geht, ist vor allem für die jungen Spieler ein wichtiges Vorbild im Team. Ob ein Stürmer allerdings die richtige Wahl für das Amt des Mannschaftskapitäns ist, sieht jeder Trainer wohl anders. Die Mentalität dazu hätte Mölders alle Mal.

1860 und seine Trikots: Ein historischer Streifzug

So fesch spielen die Löwen bei ihrem Wiesn-Heimspiel 2016. Wie im vergangenen Jahr kommt das Trikot im Westenlook daher – die dunkelblaue Farbe mit Löwenmusterung gibt dem Ganzen einen edlen Touch. © TSV 1860
Bei Heimspielen laufen die Löwen 2016/2017 wie schon die Vorsaison mit weiß-blau gestreiften Trikots auf. Es gab nur in Details Veränderungen. © TSV 1860
Auswärts spielen die Löwen in elegantem anthrazitfarbenen Jersey. Wir finden: Ein absoluter Hingucker. © TSV 1860
Der Wiesn-Dress 2015 ist auf jeden Fall ein echter Hingucker. Das Trikot erstrahlt im satten Grün mit Goldknöpfen. Über dem Wappen auf der stolz geschwellten Löwen-Brust steht: "Münchens Große Liebe". © TSV 1860
So spielten die Löwen 2015/2016 bei ihren Heimspielen. Sechzig kehrte zum klassischen weiß-blauen Streifenmuster urück. © TSV 1860
Auswärts trat 1860 in dunkelblauen Trikots mit hellblauen Nadelstreifen auf. © TSV 1860
Erinnerte etwas an den FC Arsenal in blau: Julian Weigl zeigt das Heimtrikot 2014/2015. © TSV 1860
Neuzugang Edu Bedia zeigt sich im Auswärtstrikot für die Saison 2014/2015. © TSV 1860
Zum Wiesn-Derby gegen Ingolstadt liefen die Sechziger im Lederhosen-Style auf. © MIS
So sah das Löwen-Heimtrikot der Saison 2013/14 aus. Der neue Hauptsponsor Volkswagen verzichtete auf sein Logo, warb stattdessen mit dem Schriftzug "Think Blue", zu deutsch "Denke blau". © MIS
Die Auswärtstrikots präsentierten sich in schlichtem Dunkelblau mit einem weiß-blauen Bruststreifen. Chic! © MIS
Im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund spielten die Löwen in ihrem Wiesn-Trikot 2013. © MIS
Ungewohnt dunkel: In diesem Trikot spielten die Löwen 2012/2013 daheim. © TSV 1860
Das Auswärts-Dress 2012/2013 dagegen mutete wie ein Heimtrikot an. © TSV 1860
Premiere: In dieser Spielzeit präsentierten die Löwen im September ein fesches Wiesn-Trikot. © TSV 1860
So spielte der TSV 1860... © Stefan Matzke / sampics
... in der Saison 2011/2012. © Stefan Matzke / sampics
So sahen die Trikots 2010/2011 aus. © picture alliance / dpa
Alexander Ludwig zeigt das Jersey der Saison 2009/2010. © Stefan Matzke / sampics
Im Heimspiel gegen Borussia Dortmund präsentieren die Löwen ihr Jubiläumstrikot zum 150. Geburtstag.  © TSV 1860
Das Trikot kann beidseitig getragen werden. Eine Seite zeigt in einer Fotokollage Highlights der Löwen-Geschichte sowie große Spieler. © TSV 1860
Die andere Seite ist in den Farben des Hauptvereins grün-gold gehalten. © TSV 1860
Auswärts traten die Löwen in hellblau-dunkelblau gestreiften Jerseys an. © picture-alliance/ dpa
Legendär und außerordentlich beliebt war bei den Anhängern das Modell der Spielzeit 2008/2009. Der große Löwe auf dem Dress beeindruckte. © picture-alliance/ dpa
Das Trikot gab es als Ausweichvariante auch in gelb-grün. © picture-alliance/ dpa
Wirbel gab es vor der Saison 2007/2008. Das Trikot der Sechziger gefiel zwar von der Farbaufteilung ... © Christina Pahnke / sampics
... allerdings sorgte der rote Schriftzug von Spnonsor "Trenkwalder" für Aufstand im Fanlager, was die Löwen veranlasste das Trikot etwas zu ändern. © picture-alliance/ dp a
Auf dem Auswärts-Dress wurde der Schriftzug weiß. Auf dem Heimtrikot blieb er rot. © Stefan Matzke / sampics
Anfangs der Spielzeit 2006/2007 lächelten Manager Stefan Reuter (r.) und der Pächter des Fan-Artikel-Shops Max Hintermeier noch, als das Trikot mit dem Wettanbieter-Aufdruck vorgestellt wurde. Doch später musste der "bwin"-Aufdruck weichen. © picture-alliance/ dpa
Deswegen hieß es danach auch nur noch: "We win". Der Grund war das Werbeverbot für private Sportwetten-Anbieter in Bayern. © dpa
Mit traditionellen Streifen gingen die Löwen in die erste Saison in der Allianz Arena. Der Aufsteig sollte allerdings 2005/2006 bekanntlich nicht gelingen. © picture-a lliance/ dpa/dpaweb
Schick: Remo Meyer im Ausweichtrikot 2005/2006. © sampics
Zum Verstecken ausgezeichnet geeignet - Matze Lehmann im Mai 2006 unter der weißen Variante. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
Schickes Muster, aber eher mäßige Auszieh-Eigenschaften: Torben Hoffmann kämpft im April 2006 gegen die Garderobe. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
In die erste Zweitliga-Saison 2004/2005 gingen die Löwen in blaum Trikot mit weißen Nadelstreifen, zu sehen hier an Roman Tyce und Slobodan Komljenovic. © dpa/dpaweb
Längsstreifen machen dick? Martin Max beweist das Gegenteil. Von 2002/2003 und 2003/2004 spielten die Löwen in diesem Streifenmuster. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Fernando Santos zeigt im Dezember 2003 seinen Bizeps und die schicken Längsstreifen. In diesem Trikot stiegen die Löwen allerdings ab. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Schmerzen? Wenn ja, kann es bei Markus Schroth auf diesem Foto aus der Saison 2002/2003 nicht am Trikot liegen - das brachte einen durchaus schicken Diagonalstreifen ins Spiel. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Sah so schick aus, dass Martin Petrov (r.) sogar Harald Cerny an die Wäsche wollte. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Hübscher als die Haarpracht von Erik Mykland war das Trikot der Saison 2001/2002. © picture-alliance / dpa
Bloß nicht zu viel Trikot zeigen: Martin Max als Meister der Verhüllung. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Markus Weissenberger zeigt das Trikot in Aktion. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Und Icke Häßler hebt damit fast ab. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Und jetzt nochmal alle die Hände zum Himmel im 2001/2002-Jersey. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Ungewohntes Bild: Die Löwen traten in bestimmten Spielen in einem gelb-blauen Ausweichtrikot an. © 
Nicht ausziehen, sondern anziehen! Es geht in die Spielzeiten 1999/2000 und 2000/2001. © picture-alliance / dpa
Thomas Häßler zeigt das für die Sechzig-Fans legendäre Trikot. 1999/2000 schlugen die Löwen damit zweimal die Bayern und traten in der Qualifikation zur Champions League an. © sampics/Christina Pahnke
Das Auswärtstrikot war in schlichtem Dunkelblau gehalten. © picture-alliance / dpa
Das Trikot der Saisons 1997/1998 und 1998/99 zierte ein dunkelblau-weißer Bauchring. © picture-alliance / dpa
Hier ist Löwe Ned Zelic (r.) im Zweikampf mit Zoubaier Baya (l.) vom SC Freiburg. © picture-alliance / dpa
Bernahrd Winkler in Akion. © picture-alliance / dpa
Die Auswärtsvariante des Trikots sah irgendwie modischer aus, wie wir finden. © picture-alliance / dpa
Abedi Pelé im Trikot der Saison 1996/1997. Verschieden lange Streifen und der "1860"-Schriftzug auf der Schulter machten es unverkennbar. © picture-alliance / dpa
1995/1996 bestand das Trikot der Sechziger aus einem gestreiften Bauch- und Rückenpart, sowie einem blauen Block auf der Brust. © picture-alliance / dpa
In der dunkleren Auswärtsvariante wurde der TSV übrigens 1996 Deutscher Hallenmeister. Hier präsentiert Kapitän Markus Schwabl den Pokal. © picture-alliance / dpa
Mit diesem Trikot startete 1860 in die erste Spielzeit nach dem Wiederaufstieg 1994. © dpa
Schlicht, aber erfolgreich: Das Pokalsiegertrikot von 1964. © fkn

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tor

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