1860 ohne den besten Mann in Nürnberg

"Okotie ist nicht eins zu eins zu ersetzen"

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Fejsal Mulic (r.) wäre eine Alternative im Sturm für Markus von Ahlen (l.).

München - Markus von Ahlen versprühte fast schon übertrieben gute Laune, als er am Sonntag den Container zur Abschlusspressekonferenz vor dem Spiel am Montagabend beim 1. FC Nürnberg betrat. Dabei gäbe es Sorgen genug im Lager der Blauen.

Da wären zum einen die Ergebnisse der Konkurrenten im Abstiegskampf, die am Wochenende überraschend viele Punkte einsackten und die Löwen auf den Relegationsplatz beförderten; zum anderen bereitet eine Personalie nach wie vor Sorgen: Rubin Okotie kann in Nürnberg, wie schon zuletzt gegen FSV Frankfurt, wieder nicht dabei sein. „Rubin steht uns nicht zur Verfügung“, sagte von Ahlen, „er hat einen Infekt. Dabei wollte er eigentlich am Freitag wieder ins Training einsteigen, nachdem er zuvor wegen seiner Kniegeschichte pausieren musste.“

Von Ahlen: "Wir nehmen die Situation an"

Die Löwen also ohne ihren erfolgreichsten Stürmer (zehn Saison­treffer) – das ging schon im Heimspiel beim 0:2 gegen die Frankfurter nicht gut. Auch von Ahlen macht sich daher so seine Gedanken: „Einen Okotie, der so viele Tore geschossen hat, den kannst du nicht eins zu eins ersetzen. Das weiß jeder.“ Und dann fügt er mit kräftiger Stimme hinzu: „Aber wir nehmen die Situation an. Das ist unser Auftrag, in Nürnberg erfolgreich zu sein.“

Aber mit diesem Offensivproblem? Neben Okotie fallen ja schon seit Monaten mit Stephan Hain und Rodri zwei weitere erfahrene Stürmer aus, und Bobby Wood fristet jetzt bereits seit etlichen Wochen sein Dasein bei der Regionalligamannschaft. Den Amerikaner kurzfristig wieder zu den Profis zurückzubeordern, ist für den Löwen-Coach kein Thema. Von Ahlen: „Bobby hat ja bei der U 21 auch nie gespielt. Man muss sich schon aufdrängen.“

Eine Variante als Mittelstürmer, sozusagen als spielender, wäre auch Leonardo gewesen. Aber von dem hat man sich ja – ausgerechnet bevor die Misere bei Okotie begann –, getrennt.

Spektakuläre Löwen-Tore - im Training

Was bleibt? Die beiden unerfahrenen und torlosen Marius Wolf (19) und Fejsal Mulic (20). Ob einer der beiden im Zentrum von Beginn an ran darf oder eine taktische Variante mit einem Mittelfeldspieler, das könnte am ehesten Daniel Adlung sein, wollte von Ahlen am Sonntag noch nicht verraten.

„Aber wir freuen uns auf das Spiel“, sagte er, „die Mannschaft war in dieser Woche beim Training mit viel Begeisterung dabei und hat teilweise spektakuläre Tore geschossen.“

Na dann…

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tz

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