Planen die Löwen weiter mit dem Stürmer?

1860: Kreuzer reagiert auf Okoties Wechselgedanken

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Oliver Kreuzer will das Gespräch mit Rubin Okotie suchen.

München - Rubin Okotie hat am Rande des Länderspiels der österreichischen Nationalmannschaft durchblicken lassen, dass er eventuell im Winter die Löwen verlassen könnte. Sportchef Kreuzer will dem Stürmer ins Gewissen reden.

Wenn Spieler öffentlich Abschiedsgedanken äußern, müssen ihre Sportchefs misstrauisch werden. Auch Oliver Kreuzer, der neue Sport-Verantwortliche beim TSV 1860 München, hat in den vergangenen Tagen - im übertragene Sinne - lange Ohren bekommen. Denn die Aussagen, die Rubin Okotie am Rande seines Aufenthalts bei der österreichischen Nationalmannschaft tätigte, dürften Kreuzer nicht sonderlich gefallen haben.

"Vielleicht ist ein Wechsel im Winter ein Thema für mich", hatte der Stürmer, der in dieser Saison erst zwei Pflichtspieltore erzielt hat, orakelt. Generell keine sonderlich überraschende Aussage - schließlich läuft der Vertrag des Angreifers kommenden Sommer aus. Sollte man sich nicht auf eine Ausweitung des Arbeitsverhältnisses einigen, wäre Okotie ab 1. Juli 2016 ablösefrei zu haben, der Klub würde finanziell in die Röhre gucken.

Kreuzer: "Wir planen derzeit zu 100 Prozent mit Rubin"

Wenn 1860 nicht mehr auf Okotie baut, würde ein Transfer in der Winterpause also Sinn ergeben. Kritische Aussagen von Trainer Benno Möhlmann („Mir fehlt die Durchsetzungsfähigkeit im Sturm, die Entschlossenheit und auch ein wenig die Effektivität“) ließen zuletzt zumindest darauf schließen, dass der Klub in der Offensive nach Verstärkungen sucht. Flieht der derzeit glücklose Stürmer also vor der zu erwartenden neuen Konkurrenz?

Sportchef Kreuzer will vor allem eines: mit Okotie reden. "In so einer Situation ist das Gespräch, der Kontakt mit dem Spieler einfach wichtig", erklärt der 50-Jährige im "kicker" und zeigt Verständnis für den formschwachen Profi: "Natürlich ist es keine einfache Situation, wenn man nicht so oft trifft, auch mal das ein oder andere Mal auf die Bank muss."

Und wie plant der Verein nun mit Okotie? "Im Fußball weiß man nie, was morgen passiert, doch eins ist klar: Wir planen derzeit zu 100 Prozent mit Rubin, und das werde ich ihm auch sagen", stellt Kreuzer klar. Die erste Möglichkeit zum Gedankenaustausch bietet sich am Donnerstag, wenn der Österreicher ins Mannschaftstraining zurückkehrt...

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