Neuer Coach bringt das Glück zurük

Löwen-Trainer: Erst Stress pur - dann wunderschön

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Torsten Fröhling (l.) mit Co-Trainer Collin Benjamin, freuten sich nach dem Schlusspfiff mit geballten Fäusten über den Sieg.

München - Ist mit der Installation von Torsten Fröhling als Trainer des TSV 1860 München auch endlich wieder das Glück zu den Löwen zurückgekehrt? Bilanziert man das Spiel gegen den FC St. Pauli, so erweckt es tatsächlich den Anschein.

"Es ist wunderschön jetzt, vorher war es Stress pur", gab der neue Löwen-Trainer Torsten Fröhling nach seinem erfolgreichen Debüt beim 2:1 gegen den FC St. Pauli einen Einblick in sein Gemütsleben. Seine Mannschaft, die er erst vor wenigen Tagen übernommen hatte, hatte gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf den so dringend benötigten und lange ersehnten "Dreier" geholt. Und das mit einer gehörigen Portion Dusel. Denn trotz einer disziplinierten Leistung mussten die Sechzger bis zur letzten Sekunde zittern - und hätten sich auch über einen späten Ausgleich der Hamburger nicht beschweren dürfen, Chancen hatten die Paulianer nach ihrem Anschlusstreffer in der 77. Minute durch Christopher Nöthe genug. Allein das Torschussverhältnis sprach Bände: 3:15 hieß es in dieser Statistik nach 90 Minuten.

Doch endlich, endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, hatten die Sechzger auch mal wieder richtig viel Glück. Ein Fakt, der auch dem Debütanten an der Seitenlinie bewusst war. "St. Pauli hatte so viele Chancen, vor allem am Schluss, da brauchen wir gar nicht drüber reden", sagte Fröhling bei "Sky", um aber schnell die positiven Erkenntnisse des Spiels aufzuzeigen. "Die Mannschaft hat versprochen, Leidenschaft zu zeigen, und das hat sie gemacht."

Joker Wolf der Beste: Bilder und Noten vom Löwen-Sieg

Mit seinen Einwechslungen brachte der Coach sein Team, das dank eines Eigentores der Hamburger in der ersten Halbzeit in Führung gegangen war, auf den richtigen Weg. Vor allem Marius Wolf brachte frischen Wind - und mit seinem ersten Zweitliga-Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 in der 72. Minute die Vorentscheidung. Jener Wolf, den Fröhling bereits bei den Amateuren unter seinen Fittichen hatte. Jener Marius Wolf, den Ex-Ex-Trainer Ricardo Moniz zu Saisonbeginn als "faulen Drecksack, aber super Fußballer" bezeichnet hatte.

Fröhling benutzte vor dem Spiel bei seinem Gespräch mit dem Spieler weniger drastische Worte. "Ich habe ihm gesagt, dass er effektiver werden muss. Dass er ein geiler Kicker ist, aber dass er das auch mal in Tore ummünzen muss." Der Offensivspieler setzte die Maßgaben seines Trainers perfekt um und bekam entsprechendes Lob: "Das hat er gut gemacht."

Herrscht bei den Löwen jetzt Aufbruchstimmung? Immerhin war die Allianz Arena mit 25.000 Zuschauern so gut besucht wie schon lange nicht bei einem 1860-Heimspiel - und auch die Stimmung passte. "Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie Leben zurück ins Stadion gebracht hat", lobte Fröhling. Durch den Sieg könne sein Team "beim nächsten Spiel wieder mit breiter Brust rausgehen."

Bis dahin sollten "die Jungs das heute Abend genießen", empfahl der Coach. Er selbst wolle den Abend mit Freunden ausklingen lassen und dabei "bestimmt auch ein bis zwei Wasser trinken".

Das Spiel zum Nachlesen im Ticker

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