Aufstiegsprognose von 60-Sportchef

Poschner: "Acht große Favoriten - wir sind dabei"

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Gerhard Poschner hält den Aufstieg für möglich.

München - Trainer Moniz hatte bereits angekündigt, Meister werden zu wollen - eine Einstellung die Gerhard Poschner gefällt. Der 1860-Sportchef hat aber noch eine Menge anderer Aspiranten auf den Aufstieg ausgemacht.

Den Glücksbringer, den Gerhard Poschner Dienstag bei der Präsentation des neuen Busses von den MAN-Bossen überreicht bekam, behielt der 1860-Sportchef die ganze Zeit über fest in der Hand. Ein silberner Löwe, das Logo des Fahrzeugbauers aus München. Passt ja. Und Glück werden die Sechziger in der kommenden Saison brauchen, auch wenn Trainer Ricardo Moniz am Dienstag vor vielen MAN-Mitarbeitern einmal mehr feststellte: „Wir werden Meister. Angst kennen wir nicht.“

Poschner gefällt diese „unheimlich ambitionierte Aussage des Trainers, die von seinem Mut zeugt“, er selbst allerdings macht sich schon auf ein hartes Ringen im Kampf um den Aufstieg gefasst. „Es gibt acht bis zehn große Favoriten“, glaubt er. „Und wir gehören dazu.“ Daneben zählt er noch Braunschweig, Nürnberg, Düsseldorf, St. Pauli, Greuther Fürth, Aufsteiger RB Leipzig und den 1. FC Kaiserslautern, am Montag erster Gegner der Löwen, auf. Und obwohl zwei Klubs „mit komplett anderen wirtschaftlichen Voraussetzungen als der Rest darunter sind – nämlich Nürnberg und Leipzig –, gibt es für mich keinen klaren Favoriten.“

Bei einer Umfrage unter den Zweitliga-Trainern allerdings kristallisierten sich die beiden Absteiger aus Braunschweig und Nürnberg als Favoriten heraus. Neun tippten auf die Franken, für sechs weitere Trainer zählt Nürnberg zum erweiterten Kreis der Anwärter. Greuther Fürths Coach Frank Kramer hat folgende Prognose: „Meine Favoriten sind Nürnberg, Braunschweig und Düsseldorf.“ Neben Kramer tippen vier weitere Trainer auf die Braunschweiger, für Darmstadts Dirk Schuster sind die Niedersachsen sogar „Favorit Nummer eins“.

Auf den TSV 1860 tippte nur Ingolstadt Ralph Hasenhüttl und das sogar als Meister. Sonst keiner. Vielleicht, weil man die Löwen für nicht stark genug in der Offensive hält? Auch von den MAN-Arbeitern, unter denen sich viele Blaue befinden, wurde Poschner natürlich gefragt, wann denn nun endlich ein weiterer Stürmer an der Grünwalder Straße aufschlagen würde.

„Es wird noch einer kommen“, versprach Poschner. „Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht mit dem zufrieden wäre, was wir haben.“

Bei dem Neuen könne es sich durchaus um einen Mann handeln, der bei den Fans möglicherweise kaum bekannt sei. Poschner: „Aber wer hat denn Sánchez, Bedia oder Kagelmacher vorher gekannt?“ Kagelmacher kam am Dienstagabend im letzten Test beim TSV Schwabmünchen nach längerer Verletzungspause ebenso zum Einsatz, wie auch Leonardo, der sein Debüt feierte.

Bilder: So luxuriös ist der neue 1860-Bus

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tz

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