Er spricht auch über sportliche Ziele

Mayrhofer: Kirmaier-Klage "ein Stück weit Absurdistan"

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Gerhard Mayrhofer.

München - Mit der Delegiertenversammlung am Dienstag hofft Gerard Mayrhofer, endlich mehr Ruhe in den TSV 1860 zu bekommen. Im Vorfeld hat der Löwen-Präsident noch einmal den Sinn der Formfehler-Klage hinterfragt.

Gerhard Mayrhofer hat einen großen Wunsch: Beim TSV 1860 München soll endlich Ruhe herrschen. In möglichst allen Belangen. Während die Löwen sportlich mit dem 0:2 gegen den FSV Frankfurt wieder einen Rückschlag einstecken mussten, soll am Dienstag eine andere Baustelle endlich geschlossen werden. Seit über einem Jahr wird über Mayrhofers Wahl zum Präsidenten des Klubs gestritten - vor allem, weil Sechzig-Mitglied Helmut Kirmaier wegen eines "Formfehlers" geklagt hatte. Deshalb steht der 52-jährige Mayrhofer derzeit nur als Notvorstand an der Spitze des Traditionsvereins. 

In der Delegiertenversammlung am Dienstag soll das endgültig korrigiert werden. "Das würde uns freuen, wenn da endlich mal Ruhe reinkommen würde", sagte er in der BR-Sendung Blickpunkt Sport. "Das ist auch ein Stück weit Absurdistan, weil keiner so richtig weiß, was der Kläger eigentlich damit erreichen möchte. Wir sind vor einem guten Jahr von zirka 1000 anwesenden Mitgliedern mit 96-prozentiger Mehrheit basisdemokratisch gewählt worden. Daran gibt es eigentlich nichts zu rütteln." Für Mayrhofer steht es außer Frage, dass die Delegierten "idealerweise das Präsidium bestätigen und dann auch die neue Satzung noch einmal verabschieden".

Dabei wollte Mayrhofer nicht ausschließen, dass diesmal alles reibungslos über die Bühne geht. "Es kann durchaus sein", führte er aus, "dass es wieder irgendwo eine Problematik gibt, da kann man nie sicher sein. Ich glaube nicht, dass es eine Satzung gibt von irgendeinem Verein, die zu 100 Prozent wasserdicht ist." Doch natürlich hofft er, dass diese monatelangen Querelen am Dienstag endlich ihr Ende finden - und er von den Delegierten nochmals gewählt wird. Doch was ist eigentlich, wenn nicht? "Damit", so Mayrhofer, "wollen wir uns eigentlich gar nicht auseinandersetzen." Die Aufklärungsarbeit, die er und seine Kollegen in den vergangenen Wochen gleistet haben, werde schon ihre Früchte tragen - auch wenn er wohl mit einem Denkzettel rechnen muss.

"Aufstieg war nie das Ziel" 

Ist dieses Kapitel geschlossen, will der Präsident mit 1860 wieder sportliche Schlagzeilen schreiben. Die derzeitige Situation "tut sehr weh", räumte Mayrhofer ein. "Natürlich war Platz 15 nie das Ziel, aber der Aufstieg war es auch nicht in dieser Saison." Auch wenn der mittlerweile entlassene Coach Ricardo Moniz anderer Meinung gewesen war. Dem Präsidenten gehe es darum, die Löwen wieder in ruhiges Fahrwasser zu führen.

Da passt der Abstiegskampf aber so gar nicht in die Pläne des Klubs. Der Frage nach möglichen Nachverpflichtungen im Winter wich der 52-Jährige aus, sagte nur, dass die wirtschaftliche Situation im Vergleich zur Vergangenheit "sehr gut" sei. Dabei betonte der Klubchef aber auch, dass Spieler aus dem eigenen Nachwuchs eine große Rolle in der Profi-Mannschaft einnehmen sollen.

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