"Dies ist inhaltlich und sachlich falsch"

Punktabzug für 1860? Rejek dementiert

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1860-Geschäftsführer Markus Rejek.

München - Droht dem TSV 1860 München ein Punktabzug in der nächsten Saison - in welcher Liga auch immer? Nein, sagt der Verein. Und dementiert einen entsprechenden Zeitungsbericht deutlich.

Dass Investor Hasan Ismaik nur wenige Wochen nach seinem letzten München-Trip heute zum Pokal-Spiel gegen den VfL Bochum schon wieder nach München kommt, dürfte eigentlich

als gutes Zeichen gewertet

werden. Der Jordanier will live dabei sein, wenn die Mannschaft mit dem Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale den größten Erfolg seit langer Zeit einfahren könnte. Natürlich ist Ismaik aber vor allem aus geschäftlichen Gründen zu Besuch: Die finanzielle Strategie muss mit den Geschäftsführern Markus Rejek und Noor Basha besprochen werden. Auch Sportchef Oliver Kreuzer dürfte bei so manchem Gespräch dabei sein und ganz große Ohren machen, wenn es um mögliche finanzielle Mittel für Wintertransfers geht. Ein Erfolg der Mannschaft im Pokal wäre hierfür natürlich hilfreich und würde etwa eine Million Euro in die Kassen spülen. Geld, das vermutlich

für Transferausgaben

bereitgestellt würde.

Keinesfalls jedoch würde der Diridari dazu dienen, um finanzielle Löcher zu stopfen und somit einem drohenden Punktabzug der DFL entgegenzuwirken. Dies hatte eine Zeitung am Mittwoch berichtet. Der TSV 1860 sah sich daher genötigt, am Mittwochmittag eine Richtigstellung an die Redaktionen der Münchner Zeitungen zu verschicken. "Dies ist inhaltlich und sachlich falsch", wird Geschäftsführer Markus Rejek in der Pressemitteilung zitiert. "Ein Punktabzug droht Vereinen, die wiederholt, das heißt mehrere Jahre in Folge gegen die Auflage der DFL verstoßen haben. Dies ist die drastischste Form der Strafe. Wir haben in den letzten Jahren die Auflage der DFL stets erfüllt."

Hintergrund ist die Vorgabe der DFL, dass Vereine mit negativem Eigenkapital ihre Situation jährlich verbessern müssen, in der Zweiten Liga jährlich um fünf Prozent. Stichtag dabei ist der 31. Dezember. Erfüllt ein Verein diese Vorgabe nicht, muss er beim ersten Vergehen mit einer Geldstrafe rechnen. Auch der TSV 1860 muss zum 31. Dezember seine Eigenkapitalsituation entsprechend der DFL-Auflagen verbessern. 

"Dieser Vorgang ist bekannt und auch in den letzten Jahren standen wir immer vor dieser Herausforderung. Es gibt bisher keinen Grund anzunehmen, dass wir in diesem Jahr gegen die DFL-Auflage verstoßen und eine Geldstrafe leisten müssten. Neben der Tatsache, dass die Berichte sachlich und inhaltlich falsch sind, sollten wir uns an einem so wichtigen Tag grundsätzlich auf den Sport und somit auf das heutige Pokal-Spiel gegen Bochum konzentrieren und auch freuen!“, so Markus Rejek.

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