Worte über den Stadion-Neubau "ernst nehmen"

Fan-Vertreter über Ismaik-Aussage: "Wäre ja Selbstmord"

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Hasan Ismaik auf dem Fantreffen in Rudelzhausen.

München - Der TSV 1860 München sorgt auch außerhalb des Platzes für negative Schlagzeilen. Nach Ismaiks Besuch bei ausgewählten Fanclubs gab es Anti-Ismaik-Banner.

Hasan Ismaiks neueste „Pläne“ von einem eigenen Löwen-Stadion – sie haben nicht nur bei Teilen des eigenen Anhangs für Hohn und Spott gesorgt. Auch Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des ehemaligen Lokalrivalen von der Säbener Straße, konnte sich vor Abflug seiner Delegation am Montag nach Turin einen Kommentar nicht verkneifen. „Das haben sie schon 23 Mal angekündigt. Ich befürchte, dass ich da nicht mehr die Blaskapelle anführen kann“, sagte Rummenigge in Anspielung auf seine mittlerweile 60 Lenze. Dem bundesweiten Sportinformationsdienst war das Nachmittag eine Meldung wert. Zumindest als Witzvorlage haben die Löwen also nach wie vor Relevanz.

Peter Grosser, der Kapitän der Meistermannschaft von 1966, kann über seinen Herzensklub schon lange nicht mehr lachen. Die jüngste Posse um die Geschäftsführer Markus Rejek und Noor Basha, deren Rauswurf Ismaik bei einer Fanveranstaltung am Freitag gefordert hatte, sei ein weiterer Höhepunkt im absurden Treiben des Investors aus Abu Dhabi, sagte Grosser Montag zur tz. „Das, was hier abläuft, ist ein Trauerspiel höchsten Grades und eines Traditionsvereins wie 1860 absolut unwürdig. Wer hatte denn die Idee mit Basha als Geschäftsführer? Der Verein?“

Facebook-Post von den Löwen zu Anti-Ismaik-Bannern

Für den Montag Nachmittag hatten die Löwen eine Pressemitteilung angekündigt, wie der Klub mit Ismaiks Forderung umgehen werde. Angeblich, so hieß es, wollte der Verwaltungsrat Rejek den Rücken stärken. Bis Dienstagmittag war die Mitteilung noch nicht verschickt. Dafür hatten sich die Löwen via Facebook bereits für die Anti-Ismaik-Botschaften aus der Nordkurve entschuldigt, die am Sonntag nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig gelassen hatten. „Meinungsäußerungen ja, Beleidigungen nein“, hieß die Botschaft, mit der der Verein auch dem dringenden Wunsch des Fanklub-Dachverbands ARGE nachkam, der in Person des 1. Vorstands Gerhard Schnell am Vormittag ein offizielles Statement zu den Vorfällen gefordert hatte.

TSV 1860: Geschäftsführer dürfen doch bleiben

Schnell zählt zu den Menschen, die Ismaik positiv gegenüberstehen. „Nur positive Rückmeldungen“ habe es auf Ismaiks freitäglichen Besuch bei den ARGE-Fans in Rudelzhausen gegeben, sagte er am Montag, auch wenn er persönlich „das mit Rejek überhaupt nicht gut gefunden“ habe. Trotzdem müsse man Ismaiks Worte in Sachen Stadion ernst nehmen: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er vor 400 Leuten Stuss erzählt. Das wäre ja Selbstmord.“

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