Enge Geschichte in der 3. Liga

1860 und die Relegation: Diese Gegner wären heuer denkbar

München - Für den TSV 1860 München könnte es auch 2016 wieder in die Relegation gehen. Wir werfen einen Blick auf die möglichen Gegner aus der 3. Liga, wenn es dazu kommt.

Zwei Siege in Folge, innerhalb von vier Tagen den Rückstand auf das rettende Ufer von neun auf drei Punkte verkürzt - der TSV 1860 München ist seit drei Spielen ungeschlagen und meldet sich zurück im Kampf um den direkten Klassenerhalt. Bei aller neu erwachten Hoffnung ist aber auch klar: Die Relegation könnte nach 2015 in diesem Jahr erneut zum letzten Strohhalm werden.

Wir erinnern uns: Nach einem 0:0 im Hinspiel retteten sich die Löwen vor neun Monaten durch ein 2:1 im Rückspiel der Relegation gegen den Drittliga-Dritten Holstein Kiel und blieben in der 2. Bundesliga. Kiel wäre 2016 kein möglicher Gegner des TSV 1860, dafür stehen die Störche in der Tabelle aktuell zu weit unten. 

Aber welche Mannschaften wären potentielle Gegner der Löwen in einer möglichen Relegation? Dynamo Dresden wird höchstwahrscheinlich direkt aufsteigen, aber wie sieht es dahinter aus? Wir haben uns die aktuelle Lage in der 3. Liga einmal angesehen. Platz zwei und Platz neun trennen gerade einmal neun Punkte bei zehn ausstehenden Partien.

1860 München: Die (aktuell) denkbaren Gegner in der Relegation

FC Erzgebirge Aue (2. Platz, 48 Punkte): Was war das für ein Herzschlag-Finale im Mai 2015? Nur ein Tor fehlte dem FCE gegen Heidenheim und man hätte anstelle der Löwen gegen Kiel in der Relegation gestanden. So aber ging es runter in Liga drei. Nach anfänglichen Schwierigkeiten spricht Aue ein gehöriges Wörtchen um den Wiederaufstieg mit. Bei einer Relegation gegen 1860 gäbe es die Chance auf direkte Revanche.

VfL Osnabrück (3. Platz, 46 Punkte): Der Traditionsverein aus Niedersachen spielte zuletzt 2010/2011 in der 2. Liga. Seit der Wiedereinführung der Relegation ist der VfL absoluter Rekordteilnehmer: Dreimal trat Osnabrück an (einmal als Zweitligist), dreimal verlor man die Duelle (zweimal gegen Dresden, einmal gegen Paderborn). Der stetige Relegationsverlierer gegen den letztjährigen Relegationssieger 1860? Eine interessante Vorstellung ...

SG Sonnenhof Großaspach (4. Platz, 44 Punkte): Nein, das ist kein Wellness-Hotel, sondern ein aufstrebendes Fußball-Projekt aus Baden-Württemberg. 2002 spielte die SGS noch in der 7. Liga, jetzt greift Großaspach schon im zweiten Drittliga-Jahr nach der 2. Liga. Uli Ferber, seines Zeichens Hotelier, Marketingexperte und bestens vernetzter Spielerberater (u.a. von Mario Gomez und Joshua Kimmich), verhalf dem Verein zu diesem Quantensprung. Ein Fanmagnet ist die SG Sonnenhof allerdings nicht, der Zuschauerschnitt liegt aktuell bei 2530.

1. FC Magdeburg (5. Platz, 42 Punkte): Bahnt sich da etwa nach RB Leipzig der nächste ostdeutsche Durchmarsch an? Der Aufsteiger aus Magdeburg etablierte sich erstaunlich schnell in der Liga und spielt nun vorne mit. Nach Dresden hat der Europapokalsieger von 1974 mit 17.690 Besuchern den zweithöchsten Zuschauerschnitt der 3. Liga. Das wären heiße Duelle für 1860 in einer möglichen Relegation ...

FC Würzburger Kickers (6. Platz, 40 Punkte): Der zweite Aufsteiger, der in der neuen Liga bemerkenswert gut zurecht kommt. Mit Hilfe von Sponsoren und Größen aus Politik, Sport und Gesellschaft kämpften sich die 2004 noch in der 8. Liga spielenden Kickers nach oben. 1977/78 spielte Würzburg bereits in der 2. Liga, bis spätestens 2019 will man dort wieder auflaufen. Ein fränkisch-bayerisches Duell Kickers vs. 1860 in der Relegation 2016 wäre für die Kickers wohl ein Traum. In einem Testspiel im Herbst siegte 1860 mit 1:0.

SC Preußen Münster (7. Platz, 40 Punkte): Seit fünf Jahren spielt der SCP drittklassig, stets mit Anschluss an die Aufstiegsränge - doch für den großen Wurf hat es beim Gründungsmitglied der Bundesliga noch nicht gereicht. Eine Relegation mit dem TSV 1860 wäre das erste Treffen der beiden Traditionsvereine seit der Spielzeit 1963/64.

FSV Mainz 05 II (8. Platz, 39 Punkte): Die Zweitvertretungen von Profivereinen dürfen nicht aufsteigen, deshalb ist Mainz II kein potentieller Gegner für die Löwen.

SC Fortuna Köln (9. Platz, 39 Punkte): Satte 26 Jahre lang war die Kölner Fortuna ununterbrochen Zweitligist, dann ging es infolge des Abstiegs 2000 runter bis in die 5. Liga. Seit 2011 geht es wieder aufwärts und nach Rang 14 im Vorjahr lauert die Fortuna nun im Verfolgerfeld der Aufstiegsaspiranten.

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fw

Rubriklistenbild: © MIS

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