"Wie ein großer Bruder für mich"

Alaba: Wie Okotie meine Karriere beeinflusst hat

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Rubin Okotie (l.) und David Alaba kennen sich seit frühester Kindheit.

München - Der eine spielt bei den Löwen, der andere bei den Bayern - und doch sind Rubin Okotie und David Alaba beste Freunde. Die beiden kennen sich seit frühester Kindheit.

"Gute Freunde kann niemand trennen", trällerte Bayerns berühmtester Fußballer vor Jahrzehnten - und Franz Beckenbauer hat wohl recht mit seiner Liedzeile. Denn die Beziehung von Rubin Okotie, Torjäger in Diensten des TSV 1860, und David Alaba, Leistungsträger beim FC Bayern, stört nicht einmal die traditionelle Feindschaft zwischen den beiden Münchner Vereinen.

Okotie und Alaba kennen sich seit frühester Kindheit, und wie wichtig der fünf Jahre ältere Rubin für den jungen David war, hat Alaba nun in seinem Buch "David Alaba: Die Biografie" offen gelegt. "Rubin war in meiner Kindheit wie ein großer Bruder für mich. Auch heute noch ist er ein enger Freund", schreibt er.

Alaba: "Rubin war einfach für mich da"

Die beiden Österreicher lernten sich in Wien über Davids Mutter Gina kennen. "Meine erste Freundin in Wien war so wie ich von den Philippinen. Sie heiratete den Bruder von Rubins Mutter", lässt Alaba seine Mutter in der Biografie zu Wort kommen.

Und auch im Fußball kreuzten sich ihre Wege - vor allem bei Austria Wien. Alaba feierte als 15-Jähriger sein Debüt in deren Profimannschaft. In einem Testspiel gegen den Floridsdorfer AC wurde er eingewechselt - für den fünf Jahre älteren Okotie. Und der sah sofort das riesige Talent, das in dem noch etwas schmächtigen Linksfuß steckte - und förderte es: "Als Fußballer war Rubin für mich ein Großer und als Mensch war er eine echte Stütze. Er war einfach für mich da. Oft kam er nach dem Training zu mir und forderte mich auf, länger draußen zu bleiben", schreibt Alaba.

Das Extra-Training lohnte sich, Alaba durfte mit ins Trainingslager der Austria-Profis nach Marbella reisen - und beeindruckte Okotie auch dort nachhaltig: "Ich will nicht gerade sagen, dass David herausstach, aber er konnte in einem Kader mit A-Teamspielern aus Tschechien, Polen und Österreich voll mithalten - ohne jede Eingewöhnungsphase. Mir war klar: Wenn einer mit 15 so weit ist, wird er ein außergewöhnlicher Fußballer."

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Inzwischen sind die beiden Freunde wieder vereint, nicht nur in München, sondern auch in Österreichs Nationalmannschaft. Nach seiner hervorragenden Torausbeute in den ersten Saisonspielen wurde der Löwen-Spieler erstmals seit fünf Jahren wieder ins ÖFB-Aufgebot berufen. Am Montagabend stehen Alaba und Okotie also vielleicht gemeinsam auf dem Platz, wenn Österreich gegen Schweden um EM-Qualifikationspunkte kämpft. "Wir wollen den ersten Sieg auf dem Weg nach Frankreich feiern", erklärte Alaba. Eine Aussage, die auch sein Freund Okotie sicherlich jederzeit unterschreiben würde.

dh

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