1860-Stürmer im tz-Interview

Verletzter Okotie zeigt sich einsichtig

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Rubin Okotie wird vermutlich rund vier Wochen ausfallen.

München - Nach der am Montag in Ingolstadt erlittenen erneuten Knieverletzung (Entzündung des Innenbandes rechts) wird Rubin Okotie den Löwen rund vier Wochen fehlen. Die tz sprach mit dem Patienten.

Wo der TSV 1860 ohne Rubin Okoties 13 Saisontore stünde, kann sich jeder ausrechnen. In diesem Jahr lief allerdings noch nicht viel zusammen beim österreichischen Nationalstürmer. Jetzt fällt Okotie (27) erst einmal aus. Nach der am Montag in Ingolstadt erlittenen erneuten Knieverletzung (Entzündung des Innenbandes rechts) wird der Angreifer den Löwen rund vier Wochen fehlen. Die tz sprach mit dem Patienten.

Rubin, wir erreichen Sie im Auto. Wohin geht’s?

Okotie: Zu Uwe Veronik ins Physiotherapie-Zentrum. Wir werden jetzt mal besprechen, wie’s die nächsten Wochen weitergeht, was ich machen kann. Die Schiene am rechten Bein trage ich schon, vor allem in der Nacht ist die sehr wichtig, damit ich das Knie im Schlaf nicht so anwinkle und Spannung auf das Band kommt.

Haben Sie in Ingolstadt nach dem Pressschlag in der ersten Minute gleich gemerkt, dass die alte Verletzung wieder aufgebrochen ist?

Okotie: Die Schmerzen an der Stelle waren wieder da, aber es ist ja zum Glück nichts gerissen, sondern nur akut geworden, das heißt entzündet. Ich hab’s probiert, hab eine Tablette genommen, aber in der Halbzeit waren die Schmerzen dann so groß, dass es nicht mehr gegangen ist.

Wie schwer fiel die Entscheidung, mit dem Mannschaftstraining auszusetzen, bis das Knie ausgeheilt ist?

Okotie: Ich habe vor Weihnachten mit dem Anriss gespielt und die Schmerzen in Kauf genommen. Zum Ende des Trainingslagers ist es dann eigentlich ganz gut gegangen, auch wenn es mit all den Pausen natürlich keine richtige Vorbereitung war. Mir war schon klar, dass ich irgendwann in ein körperliches Tief kommen werde. Gegen St. Pauli war ich ein bisschen müde. Jetzt, nach der Sache in Ingolstadt war einfach der Punkt erreicht, dass ich gesagt habe: Auf Dauer ist das weder für mich noch für die Mannschaft förderlich, die Heilung steht jetzt im Vordergrund. Leicht fällt’s natürlich trotzdem nicht, es stehen ja wichtige Spiele an in den nächsten Wochen. Aber ich will jetzt keine Prognose wagen, wann ich wieder dabei bin.

Trainer Torsten Fröhling hat die zwei verpassten Abspiele auf Daniel Adlung in der ersten Halbzeit in Ingolstadt angesprochen und Ihren Namen genannt. Wie gehen Sie mit der öffentlichen Kritik um?

Okotie: Ich muss dem Trainer recht geben. Ich gebe zu, dabei war ich nicht frei im Kopf, sondern bei der Verletzung. Da hat mir dann ganz einfach auch die Übersicht gefehlt. Der Adi hat’s in der Halbzeit angesprochen – Mensch, Rubin, ich wäre ganz frei gewesen! – das hat mich extrem gewurmt. Glauben Sie mir, ich freue mich über eine gelungene Vorlage genauso, als wenn ich das Tor selbst mache.

Werner Lorant hat daran jüngst erhebliche Zweifel geäußert, er unterstellte Ihnen in einer Kolumne Eigensinn und Faulheit.

Okotie: Das habe ich vernommen, ja. Bitte ersparen Sie mir einen Kommentar dazu.

Interview: lk

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