Möhlmann erhöht den Druck

Spekulationen um Okotie-Abschied im Winter

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Rubin Okotie kommt in diesem Jahr einfach nicht richtig in Fahrt.

München - Nein, es ist wahrlich nicht das Jahr des Rubin Okotie. Zwei mickrige Törchen hat der Österreicher 2015 bislang erzielt. 1860-Trainer Benno Möhlmann macht dem Stürmer jetzt Druck. Und es gibt Spekulationen um einen Abschied im Winter.

Man mag sich nicht ausmalen, wo der TSV 1860 München heute stünde, hätte Rubin Okotie vor einem Jahr nicht diesen monstermäßigen Lauf gehabt: Zehn Tore erzielte der Österreicher zwischen Juli und Dezember 2014 in der 2. Bundesliga - und war somit ein Garant dafür, dass die Löwen zumindest auf dem Relegationsplatz landeten, über den sie sich später im Unterhaus halten konnten.

Zweifellos war der 28-Jährige damals die Lebensversicherung für die Sechzger - mittlerweile hat diese Police aber massiv an Wert verloren. Im Kalenderjahr 2015 traf Okotie nur zwei mal ins gegnerische Tor - seit seiner Knieverletzung im Frühjahr hat der 1,88-Meter-Hüne nicht mehr richtig in die Spur gefunden.

Von Ex-Trainer Torsten Fröhling gab's trotzdem stets mehr Zuckerbrot statt Peitsche, der ehemalige Coach versuchte immer wieder, seinen angeschlagenen Stürmer mit warmen Worten und viel Vertrauen aufzurichten. Unter Benno Möhlmann ist damit Schluss. Der Bremer hat jetzt deutliche Worte an seinen Torjäger a. D. gerichtet: "Mir fehlt die Durchsetzungsfähigkeit im Sturm, die Entschlossenheit und auch ein wenig die Effektivität. Marius Wolf kann das noch lernen, aber wenn ich 27, 28 bin und Chancen habe, dann muss ich sie auch reinmachen", sagte Möhlmann jetzt im "Kicker".

"Rubin muss jetzt mit dem Druck umgehen können"

Eine Ansage, die klar an Rubin Okotie gerichtet ist. Daher eierte der Trainer auch gar nicht lange rum und fügte hinzu: "Rubin hat in letzter Zeit nicht so effektiv gespielt. Er muss jetzt mit dem Druck umgehen können. Wenn er untermauert, dass es wieder klappen kann, dann muss man sehen, was man im Winter macht."

Ein vielsagender Ausspruch, denn: Die Löwen wollen im Winter ihre Offensive ja mit frischem Personal verstärken. Findet Okotie bis dahin wieder in die Spur, könnte Möhlmann seine Suche auf das offensive Mittelfeld fokussieren. Hat der Stürmer weiter Ladehemmung und nutzt seine Chancen nicht, könnte die Stürmerposition Nummer 1 bei den Sechzgern neu besetzt werden. Ein Abschied Okoties in der Winterpause wäre dann ziemlich sicher, spekuliert der "Kicker". Erstens, weil sein Vertrag im kommenden Sommer ausläuft und Sportchef Oliver Kreuzer sicher gerne noch ein paar Euro einnehmen würde. Zweitens, weil Okotie es in den Kader für die österreichische Nationalmannschaft bei der EM in Frankreich schaffen möchte und dazu Spielpraxis benötigt.

So oder so: Die Wochen bis zur Winterpause werden entscheidend sein für die Zukunft von Rubin Okotie beim TSV 1860.

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