Ein halbes Dutzend dicker Chancen

Okoties verflixter Sechserpack

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Und wieder einen verballert: Rubin Okotie (r.).

München - Man hatte sich so viel versprochen von der neuen Doppelspitze Okotie/Mölders beim TSV 1860, und eigentlich haben die beiden die Erwartungen bei ihrer Premiere auch erfüllt.

Geht man von der Unmenge von Torchancen aus, die sich das Angriffsduo herausgearbeitet hat. Restlos enttäuschend allerdings war die Verwertung all dieser, teilweise riesigen, Möglichkeiten. Mölders vergab zwei Hochkaräter und ärgerte sich hinterher maßlos. „Vor allem den zweiten, kurz vor Schluss, den muss ich machen“, sagte der ehemalige Augsburger.

Aber was war das schon im Vergleich zu Rubin Okotie? Sechs Mal stand er vor Situationen, mit denen er in der Vergangenheit durchaus was Erfolgreiches anzufangen wusste. „Ich weiß, ich muss mich an die eigene Nase fassen“, sagte der Österreicher, „daraus mache ich in der Regel eigentlich schon meine Tore.“

51.200 in der Arena und wieder kein Sieg: Zwei 5er und viele 4er

Dass er zweimal einen einschussbereiten Mitspieler übersah, wollte Okotie nicht als Eigensinn auf sich sitzen lassen. In der ersten Halbzeit, als er Aycicek nicht bediente, „sah ich selbst die Chance, das Tor zu treffen“. Und als er eine Viertelstunde vor Schluss Maxi Beister ignorierte, „war ich zu sehr auf den Ball fixiert und hatte nicht mehr den Überblick, weil ich schon etwas ausgepowert war“.

Oliver Kreuzer war etwas anderer Meinung. „Die erste Szene sehe ich Rubin noch nach“, sagte der Sportchef, „aber Maxi Beister hätte er dann schon anspielen müssen.“ Nicht mehr zu ändern. Aber zum Ärgern. Okotie: „Wir hatten heute so viele Torchancen wie in der gesamten Hinrunde nicht. Da ist schon gehöriger Frust da. Auch wenn wir sehr gut gespielt haben.“

Benno Möhlmann sah es ähnlich: „Wir haben im Winter neue Spieler geholt, damit wir besser Fußball spielen. Das ist gelungen. Noch nicht gelungen ist uns, dass wir mit ihnen auch erfolgreicher sind…“

cm

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