"Jetzt müssen Taten folgen"

Schindler will Möhlmanns Genesung vorantreiben

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Löwen-Kapitän Chris Schindler.

München - Löwen-Kapitän Christopher Schindler verspricht dem im Krankenhaus liegenden Trainer Benno Möhlmann vollen Einsatz der Mannschaft in Fürth. Ein Fakt macht dem Abwehrspieler Mut.

Am Dienstag bei der Nachbesprechung der KSC-Niederlage hatten es die meisten Teilnehmer noch für einen Scherz gehalten. „Wenn man mich nicht direkt im Krankenhaus behält, dann werde ich beim nächsten Training auf dem Platz stehen“, sagte Benno Möhlmann, bevor er sich auf den Weg zum Arzt machte. Dort hatte der 61-jährige Trainer des TSV 1860 dann schnell Gewissheit. Sein Unwohlsein samt anhaltender Bauchschmerzen rührte nicht vom Darm, sondern von der Gallenblase her. Noch am Nachmittag musste sich Möhlmann unters Messer begeben.

Der Eingriff sei „gut verlaufen“, teilten die Löwen am Mittwoch mit. „Mindestens bis Ende der Woche“ müsse Möhlmann noch in der Klinik bleiben. Möglich also, dass der Coach neben dem Freitagsspiel in Fürth (18.30 Uhr) auch das Pokalmatch am kommenden Dienstag um 19 Uhr beim FSV Mainz verpassen wird. „Wir wünschen Benno schnelle, gute Genesung“, ließen die 1860-Geschäftsführer Noor Basha und Markus Rejek sowie Sportchef Necat Aygün mitteilen.

Nach tz-Informationen waren Basha und Aygün am Mittwochvormittag bei Möhlmann in der Klinik, um den Ablauf der nächsten Tage zu besprechen. Das Training am Nachmittag leitete – anders als ursprünglich kommuniziert – Torwartttrainer Kurt Kowarz (57), der von Möhlmann aufgrund seiner Erfahrung als Chefcoach in der Bayernliga (Rain am Lech) die Rolle als Leiter des Ersatztrainerstabs übernahm. Die Co-Trainer Sven Kmetsch und Collin Benjamin werden dem früheren Ersatzmann von Andy Köpke beim 1. FC Nürnberg zuarbeiten. „Wir machen das gemeinsam, ich bin das Sprachrohr“, sagte Fußball-Lehrer Kowarz, der 2013 vom damaligen Trainer Alexander Schmidt an die Grünwalder Straße geholt wurde. „Ich kenne die Spieler, bin lange im Verein. Das ist schon eine Herausforderung. Wir sind in engem Kontakt mit Benno, er steuert die Spielvorbereitung quasi vom Krankenbett aus.“

Über die Wichtigkeit der Partie gibt es keine zwei Meinungen. „Wir dürfen uns von der Situation nicht vollkommen verrückt machen lassen“, sagt Kapitän Christopher Schindler. „Es gibt nur ein Ziel: irgendwie Punkte zu sammeln, dass wir dann im Winter nochmal reagieren können, was den Kader angeht. Die Fürther werden am Freitag unglaublich heiß sein, nachdem sie jetzt zweimal fünf Gegentore bekommen haben. Aber unsere Ergebnisse der letzten Jahre gegen Fürth machen mir Mut.“

Vier Partien konnten die Löwen zuletzt in Folge gegen die Mittelfranken gewinnen, in der vergangenen Saison gab’s einen 3:0-Sieg im Ronhof (Tore: Simon, Adlung, Vollmann). Schindlers Versprechen in Richtung Möhlmann: „Wir werden versuchen, den Genesungsprozess voranzutreiben, indem wir sportlich erfolgreich sind. Jetzt müssen Taten folgen!“

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