"Fast schon eine Provokation"

1860 schlecht wie nie! Kritik an Fröhling wird lauter

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1860-Trainer Torsten Fröhling (l.) tröstet nach dem Spiel Marius Wolf.

München - Nach dem Remis in Sandhausen wächst die Krisenstimmung beim TSV 1860 weiter. Schlechter starteten die Löwen noch nie. Und Trainer Torsten Fröhling gerät immer mehr in die Schusslinie der Fans.

Acht Spiele, nur vier Punkte, noch immer ohne Sieg - der historische Fehlstart in die 2. Liga ist für den TSV 1860 nach dem 1:1 (1:1) in Sandhausen perfekt. Zum Vergleich: In allen anderen Spielzeiten im Unterhaus hatten die Löwen nach acht Spielen bereits mindestens zwei Siege eingefahren.

„Ich denke, mit diesem Punkt in Sandhausen können wir leben, auch wenn wir wieder eine große Chance vergeben haben“, sagte 1860-Trainer Torsten Fröhling nach der Partie. „Aber mit dieser Einstellung werden wir irgendwann jetzt auch die drei Punkte holen.“ Seinen Spielern attestierte Fröhling zudem, es sei "hochachtungsvoll, wie sie nach zehn, zwanzig Minuten dagegengehalten haben und dann auch mutiger gespielt haben."

Irgendwann die Punkte holen? Wohl eher schnellstmöglich! Selbst in der Katastrophensaison 2014/2015 hatte Sechzig zum jetzigen Zeitpunkt satte fünf Punkte mehr auf dem Konto. Am heutigen Mittwoch droht dem TSV erneut der Sturz auf den letzten Tabellenplatz. 1860 steckt in der Krise - und das tief wie nie!

Fröhling hat sich mit dem Remis im Hardtwaldstadion höchstens Luft verschafft, aber die kritischen Stimmen werden dennoch nimmer lauter. "Herr Fröhling, es reicht!", polter User Woidl-60 auf tz.de "Mit diesem Spiel hat er sein Regionalliganiveau unterstrichen. Und dann noch der Kommentar 'mit diesem Punkt können wir leben'. Ich weiß nicht, was noch passieren muss, damit reagiert wird."

Vor allem die erneut späte Einwechlsung von Hoffnungsträger Michael Liendl stößt beim Anhang auf Unverständnis. Löwin frägt sich: "Was trainiert Fröhling? Warum sind Rodnei und Liendl draußen? Der Rodnei ist der beste Innenverteidiger, den wir haben! Und Liendl wurde geholt, weil er helfen soll und jetzt sägt man in ab!" User Container sieht im Umgang mit Liendl "fast schon eine Provokation".

Gegen RB Leipzig am Sonntag muss nun ein Sieg her, will man das von Torsten Fröhling ausgegebene Ziel von fünf Punkten aus drei Spielen noch erreichen und das Umfeld beruhigen. Doch das dürfte gegen den Aufstiegsanwärter alles andere als leicht werden.

Übrigens: Von insgesamt 19 Mannschaften, die nach acht Spieltagen erst vier Punkte auf dem Konto hatten, konnten nur sechs am Ende die Klasse halten ...

fw

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