1860-Fans kritisieren Umgang mit Sportchef

"Umgang mit Poschner ein Fall für Amnesty International"

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Unsichere Zukunft: Gerhard Poschner muss mehr denn je um seinen Job als Sportdirektor bei den Löwen bangen.

München – Gerhard Poschner muss die Löwen-Bosse in den nächsten Wochen von seiner Arbeit überzeugen – sonst fliegt der Sportdirektor raus. Die Bewährungsfrist sorgt bei vielen Fans für Kopfschütteln.

Gerhard Poschner ist nur noch ein Sechzger auf Zeit. Das Interims-Präsidium hat sich mit Investor Hasan Ismaik darauf geeinigt, dem Sportdirektor eine Bewährungsfrist von drei Monaten zu gewähren. Anschließend wird die Arbeit des glücklosen Ex-Profis von den Bossen bewertet. Poschner avanciert also zur "lame duck" im Löwen-Revier. Für die meisten Fans ein absolutes No-Go.

„Wie die Löwen mit dem Menschen Poschner umgehen ist ein Fall für Amnesty International“, echauffiert sich etwa „Löwenpein“ und bringt die Menschenrechtsorganisation ins Spiel. Für „Oh mei“ gibt besonders Interims-Boss Sigi Schneider ein schlechtes Bild ab: „Da stellt sich ein Übergangspräsident hin und redet den Fans nach dem Mund, indem er Poschner schwächt und sagt, er würde lieber ohne ihn weitermachen. Wo sind wir denn? Geht man so mit Angestellten um?“

Löwen: Neue Pläne für ein neues Stadion

„Jennes“ sieht seine Einschätzung zu den Giesingern bestätigt: „Passt zum Verein, wie schmutzig mit Poschi umgegangen wird.“ Dass sich die Löwen mit Poschners öffentlicher Jobbefristung ins eigene Fleisch schneiden, mahnt „Löwen-Junkie“ an: „Ich kann nicht verstehen, dass der Poschner so demontiert wird. In seiner Position benötigt er für Verhandlungen mit anderen Vereinen und Spielern Selbstbewusstsein. Sein persönliches Auftreten im Gespräch mit seinem Gegenüber sollte überzeugend und authentisch sein. Wie soll das gehen, wenn man ihn derart beschnitten hat?“

Frage an Poschner-Gegner: "Wer soll's denn danach machen?"

„Flo Ffe“ stärkt Poschner trotz einiger Transfer-Patzer den Rücken. Er schreibt bei Facebook: „Klar ist: Poschner hat sich letzte Saison total verspekuliert. Aber mit ihm jetzt so umzugehen, finde ich auch nicht ganz okay.“ Sebastian Schober sieht keine erfolgversprechenden Alternativen und fragt die Poschner-Gegner über das soziale Netzwerk: „Ihr, die ihr ihn alle loshaben wollt und zum Teil echt traurig beleidigen müsst: Wer soll's denn danach machen, ihr Spezialisten?“

Da dürfte sich etwa Christian Bruckmeier angesprochen fühlen, der Poschner auf Facebook bereits verabschiedet: „Auf wiedersehen, Poschi. Bald sind wir dich los.“ Auch „Batman“ ist mit der neusten Entwicklung zufrieden: „Jemanden aus dem Job zu mobben geht eigentlich gar nicht und zeugt auch von Schwäche, aber im Fall vom Poschner finde ich das voll in Ordnung. Hätte auch nix dagegen, hier ins Mittelalter zurückzufallen und ihn mit Fackeln und Mistgabeln aus'm Dorf zu jagen. Und das nicht weil er im Job versagt hat, sondern weil seine Art einfach gar nicht geht.“

Poschner spricht über seine Bewährungsfrist

Vielleicht überzeugt Poschner aber mit gezielten Transfers nicht nur die beiden, sondern auch die Sechzig-Gesellschafter, die in ein paar Wochen über seine Zukunft entscheiden werden. „Chriss Black“ jedenfalls freut sich über gute Ansätze wie die Rodnei-Verpflichtung. „Bis jetzt schaut's gut aus – weiter so", schreibt er bei Facebook.

Poschner muss also nun um seinen Job kämpfen – wie ein echter Löwe.

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