"Kein Niveau eines literarischen Zirkels"

Spieler dementieren Kritik am Verein

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Bei den Löwen geht's drunter und drüber in diesen Tagen.

München - Der Tag nach der Suspendierung der fünf Löwen-Profis: Während ein Spieler andeutete, wie wenig niveauvoll die gesamte Aktion gewesen sei, dementieren alle eines: Es habe keine Kritik am Verein gegeben.

Zwei Spiele, null Punkte – und jetzt diesen „Skandal“ am Hals. Es gibt zweifellos elegantere Saisonstarts als den der Löwen. Daran konnten auch die spanischen Zugänge Edu Bédia und Ilie Sánchez nichts ändern. Zur sportlichen Misere gesellte sich am Montag die Aufregung um die vier Nachtschwärmer Daniel Adlung, Julian Weigl, Vitus Eicher und Yannick Stark, die vorläufig zum Training der U21 verbannt wurden und zusätzlich mit einer Geldstrafe belegt werden. Viel Lärm um… wenig?

Sicherlich wäre es klüger gewesen, einen Tag nach der 2:3-Niederlage in Kaiserslautern nicht zu später Stunde in München um die Häuser zu ziehen, aber explizit verboten war das nicht. Dass Spieler am Tag vor dem trainingsfreien Mittwoch auf Tour gehen, kommt nicht nur beim TSV 1860 vor. Der Knackpunkt soll ein anderer sein. Angeblich soll sich das Quartett in einem Taxi herablassend über den Verein unterhalten haben, und der Fahrer, ein Fan der Löwen, meldete sich umgehend beim Verein. Die Spieler dementieren die angebliche Kritik an ihrem Arbeitgeber gegenüber Sportchef Gerhard Poschner. Wobei einer allerdings einräumte, dass ihre Unterhaltung für das „Niveau eines literarischen Zirkels“ nicht ausgereicht hätte.

Am Dienstag folgte eine öffentliche Entschuldigung der vier „Sünder“. „Unser Verhalten war nicht in Ordnung“, ließen Adlung & Co. in einer Erklärung ausrichten. „Es war ein Fehler, den wir bereuen.“ Weigl ergänzte bei Facebook: „Ich werde mich noch mehr reinhängen, um euch zu beweisen, dass mein Herz blau schlägt.“ Und Adlung betonte gegenüber Sport1.de, dass das Verhätnis zwischen Mannschaft und Trainer Ricardo Moniz „in Ordnung“ sei. „Er hat uns in der Zeit, wo er jetzt da ist, absolut positiv begleitet. Es gibt keine Missstimmung. Die Mannschaft steht hinter dem Trainer“, sagte Adlung.

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Am Mittwoch Vormittag werden die betroffenen fünf Spieler bei der zweiten Mannschaft trainieren, am Sonntag im Pokalmatch bei Holstein Kiel dürfte keiner im Kader stehen. Wie es dann weitergeht, ist vor allem für Julian Weigl spannend. Wird dem 18-Jährigen die Kapitänsbinde wieder entzogen?

Am Dienstag Abend durften sich Keeper Gabor Kiraly und drei der Nachtschwärmer nochmal im Kreis ihrer Profikollegen aufhalten. Die gesamte Mannschaft sah sich das Regionalliga-Derby im Grünwalder Stadion an – wie gehabt mit Vitus Eicher im Tor der Löwen. Für den Erdinger war es im Grunde gar keine echte Degradierung…

tz

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