Bei nur acht eigenen Toren bitter nötig

Kreuzer deutet Verstärkungen für den Angriff an

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Oliver Kreuzer (r.) nach dem Spiel in Braunschweig mit Gary Kagelmacher und Milos Degenek.

München - Die erste Partie unter dem neuen Sportdirektor Oliver Kreuzer hat der TSV 1860 gespielt - und dabei eine ordentliche Leistung gezeigt. Dennoch gibt es eine große Baustelle, die Kreuzer in den kommenden Wochen bearbeiten muss.

Anders als sonst ist die Gefühlslage beim Löwen derzeit etwas schwieriger einzuschätzen. Generell herrscht an der Grünwalder Straße angesichts der prekären sportlichen Situation mal wieder der Blues, doch das torlose Remis beim Tabellensechsten Eintracht Braunschweig am Sonntag sowie die Erfolge in den beiden Wochen zuvor in Liga und DFB-Pokal lassen die Löwen einigermaßen stabil in die zweiwöchige Länderspielpause gehen.

Dementsprechend äußerte sich auch der neue Sportdirektor Oliver Kreuzer am Sonntagabend im Bayerischen Fernsehen. In "Blickpunkt Sport" sagte Kreuzer: "Ich glaube an die Mannschaft – daran, dass sie die Qualität hat, die Liga zu halten."

Was soll er auch sonst sagen? Klar. Doch der neue starke Mann im sportlichen Bereich ist auch dazu da, Fehler und Unzulänglichkeiten aufzudecken und gemeinsam mit Trainer Benno Möhlmann an den größten Problemen im Kader zu arbeiten. Ein großes Manko in dieser Saison ist sicherlich die mangelnde Torgefahr, die von der Offensive der Sechzger ausgeht. Gerade einmal acht Tore in 14 Zweitliga-Spielen stehen für Okotie und Co. zu Buche - mit dieser Quote wird das aller Voraussicht nach nichts mit dem Klassenerhalt. Das weiß auch Kreuzer und kündigt daher indirekt Neuzugänge in der Winterpause an. "Wir haben acht Tore erzielt, das ist relativ wenig. Es ist naheliegend, dass wir eventuell vorne im Sturm was machen, aber wäre verfrüht, da jetzt Kommentare abzugeben", sagte der Badener, der sich in den nächsten Wochen mit Trainer Benno Möhlmann austauschen möchte. "Ich muss auch mit dem Trainer mal reden, was er sich vorstellt."

Drei Zweier und drei Vierer beim Kreuzer-Debüt: Bilder

Auf die Frage, ob er als neuer Sportdirektor bei 1860 auch etwas Ruhe bringen kann und wie das geschehen soll, antwortete Kreuzer: "In erster Linie brauchen wir Resultate. In zwei Wochen ist der Präsident gewählt, dann sind die Personalentscheidungen getroffen und dann sollten wir über Fußball reden. Dann sind wir gefordert, der Trainer, die Mannschaft, und ich."

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