Fröhling-Team steht schlechter da als 2014

Löwen im Keller: Diese Statistik macht Mut

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Es wird mal wieder Zeit für einen Löwen-Treffer: Sechzig-Trainer Torsten Fröhling braucht in dieser Saison viel Geduld.

München – Geht das schon wieder los? Nach nur fünf Spieltagen haben sich die Löwen in den Niederungen der 2. Liga festgebissen. Dabei zeigt Sechzig offensiv wie defensiv Fortschritte – laut Statistik.

Die harmlosesten Löwen des Planeten leben in Giesing. Das hat die Elf von Trainer Torsten Fröhling in Bochum noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. 0:1 heißt in dieser Saison das Standard-Ergebnis bei den Blauen – weil vorne der Ball einfach nicht über die Linie will und hinten..., ja für einen Lapsus sind die Löwen eben immer gut. Gegen Freiburg verursachte Stephan Hain den spielentscheidenden Elfer, Rubin Okotie stand in Heidenheim im entscheidenden Moment ebenso zu weit weg von seinem Gegenspieler wie nun Kai Bülow in Bochum. Eigentlich nicht weiter schlimm – wenn denn die Offensive das Runde auch mal im Eckigen unterbringen würde.

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Doch nach vier der bisherigen fünf Liga-Spiele leuchtete neben dem Löwen-Wappen eine fette Null auf. Jüngst auch in Bochum. Nach dem dritten 0:1 moniert Zugang Michael Liendl: "Wir haben zwar ein ordentliches Spiel gemacht, aber wir müssen halt mal ein Tor erzielen. Entscheidend sind nun mal im Fußball die Ergebnisse." Und die lassen Schlimmes erahnen für diese Saison. Nach gerade mal einem Monat steht Sechzig genau auf dem Platz, den das Team zum Ende der vergangenen Spielzeit einnahm: Relegationsrang 16.

Diese Frau zähmte die Löwen

"Wir wollten auf gar keinen Fall wieder da unten reinrutschen", ärgert sich Kapitän Chris Schindler: "Und jetzt sind wir schon wieder da." Dabei zeigt der Quervergleich sogar: Die Löwen 2015/2016 sind schlechter als vor einem Jahr. Damals gelang unter Ricardo Moniz am 5. Spieltag mit dem erzitterten 2:1 bei St. Pauli der erste Saison-Dreier. Mit fünf Punkten sprang der TSV auf Platz elf.

Sechzig 15/16: 71 Torschüsse - zwei Tore

Doch der alleinige Blick auf die Tabelle verklärt die Kräfteverhältnisse. Denn eine andere Statistik offenbart, dass das aktuelle Team sich durchaus auf dem richtigen Weg befindet. Fröhlings Schützlinge haben den Ball in den ersten 450 Saison-Minuten immerhin schon 71 Mal Richtung gegnerischen Kasten abgefeuert – das ist im Vergleich mit den ersten fünf Saison-Spielen 2014/2015 eine Steigerung von mehr als 20 Prozent. Dass dabei nur zwei mickrige Tore – Negativwert der Liga – herausgesprungen sind, sollte an der Grünwalder Straße allerdings die Alarmglocken schrillen lassen. Denn selbst für die beiden Treffer in Nürnberg brauchten Daniel Adlung und Co. satte 23 Versuche!

Sechzig ratlos nach Auswärtspleite

Fortschritte offenbaren sich auch in der Defensivarbeit. Gestatteten Schindler und Co. den Gegnern vor einem Jahr in den ersten fünf Partien noch 79 Torschüsse, sind es nun erst 56 und nie mehr als zwölf in 90 Minuten. Das Resultat: Mit fünf Gegentreffern stellen die Blauen mit die beste Abwehr der unteren Tabellenhälfte.

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Zahlen, die Mut machen für die kommenden Aufgaben. Auch wenn Fröhling darauf wenig geben wird, solange sich das Punktekonto nicht rasanter füllt. "Die Länderspielpause kommt ungelegen, weil wir nach wie vor in der Liga ohne Erfolgserlebnis sind", graust es den Trainer schon vor den kommenden Tagen. Die Zeit bis zum nächsten Spiel am 13. September bei Schlusslicht Fortuna Düsseldorf will also sinnvoll genutzt werden. Wie wäre es denn mit der einen oder anderen Torschuss-Einheit unter verschärften Bedingungen?

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