Heute um 15 Uhr

1860 testet gegen Tabellenführer - Live-Stream

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Löwen-Trainer Markus von Ahlen: Glück gegen Ingolstadt?

München - Der TSV 1860 nutzt die Länderspielpause für ein Testspiel. Der Gegner am Freitag ist kein geringerer als der aktuelle Tabellenführer der 2. Liga.

Der Faktor Glück – Löwen-Cheftrainer Markus von Ahlen will ihn mit „nachhaltiger Arbeit“ minimieren. Erfolg soll kein Zufall mehr sein an der Grünwalder Straße, so hat es sich der Nachfolger von Ricardo Moniz zum Ziel gesetzt. Am Freitag um 15 Uhr läuten die Sechziger mit einem Testspiel gegen den FC Ingolstadt auf dem Giesinger Trainingsgelände die zweite Hälfte der Hinrunde ein (Live-Stream bei tz.de). Und der Gegner könnte nicht besser gewählt sein, war es doch hauptsächlich besagtem Faktor geschuldet, dass beim Heimspiel gegen die Schanzer ein Punkt für die Löwen heraussprang. „Da hatten wir das Glück auf unserer Seite“, erinnert sich von Ahlen an das 1:1, das Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl treffend so kommentierte: „Der Gegner hatte richtig Schiss vor uns.“

Hasenhüttl hat’s den Löwen vorgemacht. Der Grazer übernahm den FCI in der vergangenen Saison auf Platz 18, schaffte mit zweckmäßigem Defensivfußball den Klassenerhalt und lässt nun das Offensivpressing spielen, von dem sie bei 1860 seit Jahren träumen. Der Lohn nach neun Spieltagen: 19 Punkte, 16:6 Tore, Tabellenplatz eins. „Wir spielen mutiger, attackieren früh, nach Ballgewinn geht’s ohne Schnörkel vorne rein“, beschrieb Hasenhüttl sein Erfolgsrezept kürzlich im tz-Interview.

Bei 1860 waren die Verantwortlichen nach dem Rauswurf von Alexander Schmidt auf Nummer sicher gegangen, hatten Friedhelm Funkel statt Hasenhüttl verpflichtet und sind nun – mal wieder – um ein paar Erfahrungen reicher. Mit von Ahlen als offiziellem Hoffnungsträger soll nun im x-ten Anlauf Kontinuität gelebt werden. „Ingolstadt macht das sehr gut“, sagt der 1860-Chefcoach. „Aber wir haben einen größeren Umbruch. Ich will nicht sagen, dass sie unser Vorbild sind.“

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Für die Löwen geht’s angesichts der Tabellensituation erst mal darum, nicht noch weiter hinten reinzurutschen. Am übernächsten Sonntag steht das Spiel in Aue auf dem Programm, eine Niederlage könnte die Sechziger auf den letzten Platz befördern. Am Freitag gegen Ingolstadt will von Ahlen einige (personal-)taktische Dinge auf Wettkampftauglichkeit überprüfen. „Wir wollen das 4-3-3 offensiver interpretieren und sehen, wie das Pressing klappt“, sagt er.

Daylon Claasen bekomme ebenso eine Chance, sich als Außenstürmer zu zeigen, wie Leonardo und Marin Tomasov. Auch Gui Vallori, zuletzt nicht mal mehr im Kader, wird spielen. Dazu feiert Dominik Stahl sein Comeback und U 21-Leistungsträger Korbinian Vollmann darf sich bei den Profis präsentieren. Von Ahlens Fernziel: „1860 soll für aggressiven, attraktiven Fußball stehen.“ So wie Ingolstadt zurzeit.

lk

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