Er traf sich mit Interimspräsident Schneider

Häßler will 1860 helfen - und wartet auf Antwort

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Thomas Häßler wartet auf Signale der Löwen.

München - Weltmeister Thomas Häßler hat nach wie vor ein großes Herz für die Löwen, würde gerne an der Grünwalder Straße aushelfen. Offenbar gab es Gespräche mit dem Interimspräsidium. Nun herrscht aber Funkstille.

Der Name Thomas Häßler steht beim TSV 1860 für die erfolgreichste Zeit der Ära Wildmoser/Lorant. Mit dem Mittelfeld-Künstler kratzten die Löwen im Juli 2000 an der Tür zur Champions League, scheiterten nur knapp gegen den damaligen englischen Spitzenklub Leeds United. Bis heute verfolgt „Icke“ jedes Spiel der Sechziger zu Hause in Hennef bei Köln am Fernseher, hin und wieder zieht es ihn auch in die Allianz Arena.

„Mir liegen die Löwen einfach am Herzen“, sagt der 49-Jährige. „Ich hatte tolle Jahre dort. Und es tut mir richtig weh, mitanzusehen, wie sie seit elf Jahren in der Zweiten Liga rumschwimmen ohne ernsthaft oben anzugreifen.“ Gerne würde Häßler mithelfen, den TSV 1860 wieder zu einer positiv konnotierten Adresse im deutschen Profifußball zu machen. Gespräche mit Ex-Präsident Gerhard Mayrhofer endeten im Dezember 2013 in einer Sackgasse. Mayrhofer wollte Häßler in der Jugendarbeit einsetzen, für den Weltmeister von 1990 kam nur ein Job bei den Profis in Frage. Klappt es jetzt im zweiten Anlauf?

Häßler: "Ich will niemandem den Platz klauen bei 1860"

„Ich habe mich vor einigen Wochen mit Herrn Schneider (Interimspräsident, d. Red.) zum Gespräch in München getroffen“, sagte Häßler jetzt gegenüber der tz. „Damals ging es um die Suche der Löwen nach einem neuen Sportdirektor. Wir hatten ein gutes Gespräch, Herr Schneider meinte ausgangs, der Verein würde sich bei mir melden.“ Doch seitdem hat Häßler nichts mehr gehört von den Löwen. „Ich hänge in der Luft“, sagt Icke. „Wenn es wenigstens geheißen hätte, wir wollen dich nicht - kein Problem. Aber einfach gar nichts mehr hören zu lassen, das finde ich schade.“

Ob’s daran liegen könnte, dass die Löwen erwägen, Necat Aygün vom einstweiligen zum dauerhaften Sportdirektor zu befördern? Häßler will nicht spekulieren. „Mir geht es nicht um diesen einen Posten“, sagt er. „Ich will niemandem den Platz klauen bei 1860 oder an irgendwelchen Stühlen sägen.“ Was ihn umtreibe, sei „dieses brachliegende enorme Potenzial des Klubs. Ich bin überzeugt davon, dass ich mit meiner Erfahrung und meinem Konzept mithelfen könnte, dass dieser tolle Verein wieder Kurs auf die Bundesliga nimmt“.

Mit 1860-Trainer Torsten Fröhling hat Häßler eine gemeinsame Geschichte. „Wir haben zusammen den Fußballlehrer in Köln gemacht“, sagt er. „Torsten ist ein humorvoller, geradliniger Typ, der bei den Löwen einen tollen Job macht.“ Ob sich die Wege der beiden demnächst in Giesing vereinen?

lk

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