Kritik an beiden Stürmern

Möhlmann will im Winter auf Einkaufstour

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Möhlmann: Im Winter ­sollen neue Spieler her.

München - Löwen-Trainer Benno Möhlmann kritisiert nach dem Sieg gegen Duisburg seine beiden Stürmer - und wünscht sich in der Winterpause Neuzugänge.

Allzu lang steht Benno Möhlmann beim TSV 1860 ja noch nicht unter Vertrag. Und deshalb schmunzelte er am Montag auch bei der Frage, ob die vergangene Woche seine schönste in München gewesen sei. Ja was denn sonst? „Ich habe die Gallengeschichte überstanden, wir sind im Pokal weitergekommen und haben in der Liga den ersten Saisonsieg eingefahren.“

Da aber für gelungene Gallenoperationen und erfolgreiche Pokalauftritte noch keine Punkte vergeben werden, präsentiert sich die Tabelle auch nach dem glücklichen 1:0-Sieg gegen den MSV Duisburg aus Löwen-Sicht nach wie vor nicht besonders beruhigend: Immer noch Vorletzter, neun Punkte aus 13 Spielen und lediglich acht geschossene Törchen.

Da macht man sich als Trainer schon Gedanken, wie man das verbessern kann. Und man landet schnell beim Thema Neueinkäufe. Schnellschüsse mit derzeit vereinslosen Spielern, die aktuell sofort verfügbar wären, sind nicht Möhlmanns Ding. „Ich würde damit lieber bis zur Winterpause warten“, sagte er. „Spieler, die seit Sommer ohne Verein sind, haben einfach kein Spiellevel.“

Knoten platzt gegen Duisburg - zwei Löwen mit Note zwei

Und Möhlmann macht auch kein Geheimnis daraus, auf welchen Positionen er mit neuen Leuten liebäugelt: „In der Innenverteidigung bräuchte man noch eine Alternative, da Gui Vallori und Kai Bülow länger verletzt ausfallen. Und ob wir im Sturm noch was machen, müssen wir auch besprechen.“

Mit beiden Angreifern war Möhlmann am Sonntag nicht zufrieden. „Von Rubin Okotie hätte ich mir nach seiner Einwechslung mehr erwartet, und bei Stefan Mugosa fehlte es an der Entschlossenheit – da war nix da.“

Wobei Möhlmann vor allem jene Szene in der zweiten Halbzeit in Erinnerung hatte, als Mugosa in halbrechter Position das Tor ansteuern konnte, aber dann einen seltsamen Umweg bis hin zur Torauslinie wählte. Der Löwencoach: „Die Spieler erkennen oft gar nicht ihre Situationen, weil sie nicht mutig genug sind. Eine Szene wie sie Mugosa vorfand, muss man selbst in der 3. und 4. Liga besser lösen.“

Die Bemühungen, in der Offensive nachzurüsten, sind schon deshalb vonnöten, weil sich Krisztian Simon gegen Duisburg einen Kreuzband- und Innenbandriss zugezogen hat. Die Saison ist damit für den ungarischen Nationalspieler vorzeitig beendet.

Aber bis Weihnachten gibt es wie gesagt keinen Ersatz. Möhlmann: „Bis dahin müssen wir uns einfach fußballerisch verbessern, weil das, was wir bisher gezeigt haben, reicht einfach noch nicht, da unten rauszukommen. Schaffen wir es aber, unser Spiel zu verbessern, werden wir bis zur Winterpause schon noch einige Punkte holen.“ Er fügte allerdings hinzu: „Die Tabelle wird für uns bis dahin nicht viel besser aussehen.“ Schließlich hat Möhlmann schon vor dem Duisburg-Spiel angekündigt: „Wir haben noch einen weiten Weg vor uns.“

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