Trainer skizziert Transferwünsche

Möhlmann über neue Spieler: "Keine Rastellis"

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Löwen-Trainer Benno Möhlmann.

München – Das aktuelle Tabellenbild der 2. Liga findet Benno Möhlmann nicht sonderlich überraschend. „Als ich bei Sechzig angefangen habe, habe ich gleich gesagt, dass das nicht von heute auf morgen geht“, sagte der Löwen-Trainer.

Vorletzter war der TSV 1860 am 11. Spieltag, als Möhlmann sein Münchner Debüt gab (0:1 gegen Karlsruhe), Vorletzter sind die Sechziger auch nach der Hinrunde, die mit einem 0:1 gegen den FSV Frankfurt einen tristen Abschluss fand. Vor dem letzten Zweitliga-Heimspiel dieses Jahres gegen Heidenheim (morgen, 18.30 Uhr) forderte Möhlmann nun: „Wir müssen unsere Ausgangsposition besser gestalten.“

Mit anderen Worten: Es müssen unbedingt noch ein paar Punkte her, bevor es in die Winterpause geht. In der Zeit bis zur Fortsetzung der Saison (6. Februar, zuhause gegen Nürnberg) will Möhlmann erklärtermaßen dann den Grundstein für einen erfolgreichen Abstiegskampf legen: Mit intensivem Training – und zusätzlichen Kräften. Zwei, drei Neuzugänge schweben ihm bekanntlich vor. Das Anforderungsprofil für den Existenzkampf skizzierte Möhlmann gestern: „Ich brauche keine Rastellis oder Filigrantechniker – sondern Handwerker, die ihr Handwerk verstehen.“ Routinierte, geradlinige Kämpfertypen also. So wie er einst selbst einer war.

Für die noch ausstehenden Punktspiele gegen Heidenheim und dann beim Tabellenführer SC Freiburg (20. Dezember) wird Möhlmann wohl wieder über mehr personelle Alternativen verfügen. Gary Kagelmacher, der infolge einer Magen-Darm-Krankheit eineinhalb Kilo verlor, und Marius Wolf (Kniereizung) stiegen schon am Dienstag wieder ins Training ein. Der wiedergenesene Dominik Stahl (Knieoperation) machte zuletzt deutliche Fortschritte, schoss fürs Regionalligateam beim 3:2 gegen Memmingen ein Tor. „Es ist ein geiles Gefühl. Ich vertraue wieder in mein Knie“, sagte der 27-Jährige. Auch Valdet Rama (Adduktorenverletzung) und Stephan Hain (Knieoperation) kämpfen sich allmählich ans Comeback heran. Zudem fiel gestern auf, dass Möhlmann den jungen Romuald Lacazette (21) ausdrücklich lobte: „Er ist eine Alternative.“

Am Samstag übrigens widmen sich die Löwen mehr der Besinnlichkeit. Im Grünwalder Stadion sind Fans und Anwohner zum gemeinsamen Adventssingen (Beginn: 19 Uhr) geladen. Es gibt Glühwein und Snacks. Fast die gesamte Profimannschaft und die Trainer werden in den Chor einstimmen. Das Motto lautet: „Der Löwe singt Weihnachtslieder.“ Oh du fröhliche ... Mal sehen, ob der Text zum Heidenheim-Spiel passt.

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