Thomas Tuchel ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund

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Trainer über Lage bei den Löwen

Fröhling erklärt "Abstieg" zum Tabu-Wort

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Das Trainer-Duo bei den Löwen: Torsten Fröhling (l.) und Collin Benjamin.

München - Torsten Fröhling hat bei den Löwen einige Defizite erkannt, an denen er und sein "Co" Collin Benjamin arbeiten müssen. An den Gang in die Dritte Liga verschwendet das Duo keinen Gedanken.

Der Einstand ist schon einmal geglückt. Das erste Spiel unter dem neuen Trainer Torsten Fröhling gewann Sechzig gegen den FC St. Pauli mit 2:1. Dass bei den Löwen längst nicht alles Gold ist was glänzt, das wissen auch der Coach und sein "Co" Collin Benjamin. "Das war kein Zauberfußball", sagt Fröhling im Interview mit der Bild. "Keine Sorge, wir können den Sieg schon einordnen." Damit ist dem TSV auch der Sprung auf Rang 15 gelungen - mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz. "Aber", so Fröhling, "ich lege mich fest: 1860 steigt nicht ab. Weil für uns Abstieg ein Fremdwort ist."

Auf Fröhling und Benjamin wartet also noch viel Arbeit. "Unsere To-Do-Liste ist im Moment extrem lang", erklärt der Co-Trainer. "Torsten liebt diese Listen, ich als Afrikaner muss mich daran erst gewöhnen. Pünktlichkeit ist auch so ein deutsches Ding. Ich kämpfe immer noch damit, obwohl ich schon seit 15 Jahren in Deutschland bin." Allerdings sind es Regeln, auf die der neue Chefcoach besonderen Wert legt. "Die braucht es auch", beteuert Fröhling und erklärt, worauf es ihm ankommt: "Außerhalb des Platzes will ich zum Beispiel, dass man ordentlich grüßt. Auf dem Platz müssen alle den gleichen Weg gehen. Sie haben Qualität, sie können das Kurzpass-Spiel, sie haben die Technik. Aber keiner zerfleischt sich für den anderen. Sie müssen wissen, das die Stunde geschlagen hat, und sie müssen sich aufeinander verlassen können."

Ein Vorwurf an seinen Vorgänger Markus von Ahlen? Fröhling interessiert das Vergangene nicht, "es gilt das Jetzt. Die Spieler müssen sich nach einem Fehler schütteln und weitermachen. Das unterscheidet eigentlich Profis von Nachwuchsspielern." Regeln ja, aber absolute Strenge nicht. "'Leben und leben lassen' ist meine Devise", so der Coach. "Die dürfen auch mal ein Bierchen trinken. Und sie sollen wissen, dass sie mit allem zu uns kommen können."

Der sportliche Fokus liegt dabei weiterhin auf dem Abstiegskampf - und darauf, nach dem Sieg gegen St. Pauli nachzulegen. Bislang ist es den Löwen in dieser Spielzeit noch nicht gelungen, zwei Dreier in Folge zu langen. Und am Montag geht es ausgerechnet zum Spitzenreiter nach Ingolstadt. "Das Derby", meint Fröhling, "wird leichter als gegen Pauli, weil keiner was von uns erwartet." Vielleicht hilft es ja...

Fröhling gibt den Löwen die Richtung vor - Bilder vom Training

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