Saison-Aus für den 23-Jährigen

Fröhling über Simon-Ausfall: "Ein großer Verlust"

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Für Krisztian Simon dürfte die Saison beendet sein.

München - 1860 München muss am Samstag definitiv ohne den verletzten Krisztian Simon auskommen. Trainer Torsten Fröhling lässt unter Verschluss daher neue Varianten einstudieren.

"Ich werde schauen, wer mit Schmerzen leben kann. In Braunschweig haben wir Schmerzen bekommen, aber ausgeteilt haben wir nicht. Das will ich im Training sehen.“

Mit diesen durchaus markigen Sätzen hatte 1860-Trainer Torsten Fröhling die Übungswoche bei den Sechzigern eingeläutet. Einen Tag vor dem Heimspiel gegen den VfL Bochum (Samstag, 13 Uhr, Arena Fröttmaning) muss der Coach nun mit einem weiteren Ausfall leben. Winter-Zugang Krisztian Simon (23) zog sich in einem Trainings-Zweikampf mit Korbinian Vollmann einen Innenband-Anriss im linken Knie zu. Die Saison dürfte für den ungarischen Nationalspieler damit gelaufen sein.

„Das ist natürlich bitter“, sagte Löwen-Trainer Torsten Fröhling am Donnerstag. „Krisztians Ausfall ist ein großer Verlust für uns, weil er sich zuletzt in die Stammelf gekämpft hatte. Er war einer, der nicht nur Tempo ins Spiel gebracht hat, sondern auch Verantwortung übernommen hat. Schade, dass er uns jetzt nicht mehr helfen kann. Aber wir werden eine Lösung finden.“

Naheliegend wäre es, Marius Wolf zu bringen. „Auch Jannik Bandowski könnte rechts offensiv spielen“, sagt Fröhling. „Wir haben mehrere Möglichkeiten.“ Im nicht öffentlichen Training am Freitag wird der Coach verschiedene Varianten testen. „Es muss ja nicht jeder vorab sehen, welche Aufstellung wir wählen und wie wir die Standards ausführen“, erklärte Fröhling die Wiedereinführung des Geheimtrainings.

Torgefährliche Bochumer

Worauf es gegen Bochum am Samstag ankomme? „Wir müssen die Aggressivität aus dem Training auf den Platz in der Arena bekommen“, sagt Fröhling. Dass der VfL die beste Torausbeute in der Liga aufweist (44 Treffer), macht dem 1860-Coach keine Angst. „Wir müssen es halt mal hinkriegen, ein bisschen länger kein Tor reinzukriegen“, sagt er schmunzelnd. „Und dann sollten wir natürlich schauen, dass wir mal einen Fehler zu unseren Gunsten ausnutzen.“ Schließlich hat Bochum nicht nur die meisten Tore geschossen, sondern mit 43 auch die zweitmeisten kassiert.

Kai Bülows Einschätzung der Lage: „Es ist noch nicht lange her, da war Bochum der Angstgegner schlechthin für uns. Jetzt haben wir die letzten drei Spiele gegen die gewonnen (2:1, 2:0, 3:0, d. Red.). Das sollte doch ein gutes Omen sein.“ Erwartet werden am Samstag laut Pressestelle rund 17 500 Fans. lk

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