1860-Coach über mögliche Fehler

Fröhling: "Ich darf jetzt nur eines nicht..."

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Torsten Fröhling übernahm bei 1860 den Trainerposten von Markus von Ahlen.

München - Seit knapp zwei Wochen ist Torsten Fröhling neuer 1860-Chefcoach. Sein Debüt gegen St. Pauli war erfolgreich, nun wartet die Auswärtsaufgabe in Ingolstadt. Besonders einen Fehler will der Ex-Amateurtrainer nicht begehen.

Wie die Jungfrau zum Kinde kam Torsten Fröhling zwar nicht an den Cheftrainerposten beim TSV 1860 München, etwas überraschend war die Beförderung des U-21-Trainers aber schon - für die Öffentlichkeit und auch für den aus Mecklenburg-Vorpommern stammenden Ex-Profi.

"Ich habe ja nicht damit gerechnet, dass ich bei Sechzig Cheftrainer werde. Im Umfeld wurde viel spekuliert, auch große Namen sind da gefallen. Trotzdem war das vielleicht ganz gut so. So konnte ich völlig unbedarft an die Sache rangehen", erklärt Fröhling im Interview mit "Sport1.de".

Fröhling: "Ich darf mich nicht verstellen"

Mit dieser Unbedarftheit schaffte der 48-Jährige bei seiner Premiere am vergangenen Samstag gegen St. Pauli den lang ersehnten Heimsieg und versprühte an der Grünwalder Straße wieder ein wenig Optimismus in Sachen Abstiegskampf. Am heutigen Montagabend beim Derby in Ingolstadt will der neue Vorturner das Kunststück schaffen, erstmals in dieser Saison zwei Löwen-Siege in Folge einzufahren (das Spiel gibt's hier im Live-Ticker!)

Nach Ricardo Moniz und Markus von Ahlen ist Fröhling bereits der dritte Löwen-Dompteur auf der 1860-Trainerbank. Seine Erfolge mit den "kleinen" Löwen haben ihn eine Etage höher gebracht - dank klarer Ansagen, mannschaftlicher Geschlossenheit, einer gewissen Lockerheit und einer Riesenportion Ehrgeiz ("Ich lass nicht einmal meinen Sohn beim Schach gewinnen, ich kann nicht verlieren.")

Alle Löwen-Trainer seit Werner Lorant

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Diese Eigenschaften will sich Fröhling nach seinem persönlichen Aufstieg vom Amateur- ins Profigeschäft bewahren: "Ich darf jetzt nur eines nicht, nämlich als Cheftrainer ein anderer sein. Ich darf mich nicht verstellen, sondern muss authentisch bleiben. Ich bin einfach ich. Umso einfacher ist es für die Spieler und die Fans, zu verstehen, was ich vorhabe."

Dabei bevorzugt Fröhling ein wechselndes Verhältnis zu seiner Mannschaft und ihm: "Ich kann auch streng und rigoros sein. Disziplin ist mir wichtig. Das ist eine Grundvoraussetzung. Ich bin aber auch der Kumpel-Typ, habe kein Problem damit, mit den Jungs mal ein Bier zu trinken. Da muss ein Vertrauensverhältnis da sein. Ich will da sein für die Jungs."

"Wir können kicken, wir müssen es nur umsetzen"

Auch wenn die Favoritenrolle heute Abend klar an Gastgeber und Tabellenführer Ingolstadt vergeben ist, Fröhling rechnet sich im Derby durchaus Chancen aus: "Wir haben auch unsere Qualität. Wir können kicken, wir müssen es nur umsetzen. Jeder muss für den Mitspieler kämpfen. Die Spieler haben eine große Verantwortung für alle im Klub." Ob sie dieser gerecht werden, zeigt sich ab 20.15 Uhr in Ingolstadt...

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