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Deal wird zur Hängepartie

Woran der Kagelmacher-Transfer noch hängt

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Gary Kagelmacher (r.).

München - Beim TSV 1860 freut man sich auf die Ankunft von Gary Kagelmacher, so viel steht schon fest. Dabei ist noch nichts in trockenen Tüchern - und der Transfer wird wohl zur Hängepartie.

Daylon Claasen wird auch heute wieder alleine in seinem Zimmer aufwachen. Der Südafrikaner hatte das Phantom gezogen, als die 1860-Profis am Sonntag im „Rilano Resort Steinplatte“ eincheckten. „Spieler X“ stand laut Belegungsplan neben seinem Namen, aber inzwischen ist es ein offenes Geheimnis, wessen Bett da freigehalten wird. Das von Gary Kagelmacher, dem urugayischen Abwehrspieler des AS Monaco. Eigentlich sollte der 26-Jährige schon gestern in Waidring eintreffen, doch der Transfer verzögert sich.

Recherchen unserer Zeitung zufolge hängt die Sache an einem Stück Papier, einer sogenannten Transfervereinbarung. Ohne dieses Dokument, das derzeit irgendwo in Frankreich kursiert, lässt sich kein Wechsel festzurren. Im Fall Kagelmacher ist es zwar so, dass sich der Spieler zu einem Neuanfang entschlossen hat. Doch gerade bei komplizierten Auslandstransfers kann bis zur letzten Sekunde etwas dazwischenkommen.

Für Trainer Ricardo Moniz wäre das bitter, denn Kagelmacher ist sein Schlüsselspieler. Noch ehe der Transfer zur Hängepartie wurde, schwärmte der Niederländer in den höchsten Tönen von seinem Wunsch-Abwehrchef. „Er ist ein anderer Typ als, die die wir haben“, sagte Moniz und gestikulierte. Arme nach oben: „Er will immer an die Spitze.“ Arme einen imaginären Gegenspieler fernhaltend: „Er ist motorisch extrem verteidigend.“ Zeigefinger ausgestreckt: „Dieser Spieler muss den Unterschied ausmachen. Er hat Extra-Qualitäten, gute Aggressivität und eine defensive Dominanz.“ Um der erhoffte Führungsspieler zu werden, müsse er aber erst von den Mitspielern akzeptiert werden. Moniz versprach: „Ich kann ihn physisch stark machen.“ Den Rest müsse Kagelmacher alleine hinkriegen.

Im heutigen Spiel gegen Lokomotive Moskau (18.30 Uhr, Walchsee) wird Kagelmacher sicher noch nicht mitmachen. Zum Einsatz kommen die, die schon eine Woche Training in den Beinen haben. Also alle bis auf den Spanier Edu (Oberschenkelverhärtung) und Dominik Stahl (Knie). Jeder darf sich 45 Minuten zeigen – und mithelfen, Moniz’ einen guten Einstand zu verschaffen. Der Trainer sagt: „Gerade das erste Spiel ist wichtig für die Moral.“

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Uli Kellner

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