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„Wir heißen ja nicht 1860 Giesing“: Löwen-Präsident zum Umzug ins Olympiastadion

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Von: Ludwig Krammer

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Das Olympiastadion: Ein Heim für die Löwen?
Das Olympiastadion: Ein Heim für die Löwen? © Imago

Ein Stadionbericht sorgt für Irritationen im Lager der Löwen. Erwägt der TSV 1860 wirklich einen Umzug ins Olympiastadion? Von Präsident Reisinger kommt eine Klarstellung.

München - Sportlich bewegen sich die Löwen im Krebsgang durch die Dritte Liga, auch planerisch läuft vieles seitwärts an der Grünwalder Straße. Budgetfragen, Umwandlung von Darlehen in Genussscheine, drohende DFB-Sanktionen – idealerweise sollten die Problemfelder bis Ende dieser Woche geklärt sein. Realistischer ist ein Jahresend-Szenario. „Es ist auch ein Teil der Mentalität auf der Gegenseite, immer bis zum Schluss zu warten“, sagt 1860-Präsident Robert Reisinger im aktuellen Kicker zum Thema Hasan Ismaik. „Wir Deutsche sind da anderes gewohnt, in der arabischen Region ist man eher entspannter, was abgesprochene Abläufe angeht.“

1860-Präsident Robert Reisinger denkt nicht an einen Umzug ins Olympiastadion.
1860-Präsident Robert Reisinger denkt nicht an einen Umzug ins Olympiastadion. © dpa / Sven Hoppe

Und in der Giesinger Region? Dort dreht sich mal wieder vieles ums Thema Stadionzukunft. Reisingers gekürzte Aussagen im Kicker erweckten am Montag den Eindruck, als erwägten die Löwen tatsächlich einen Umzug ins Olympiastadion, sollte mittelfristig der Aufstieg in die Zweite Liga gelingen. Liest man die kompletten Antworten, die der tz vorliegen, stellt sich die Sache anders dar.

„Wir heißen ja nicht 1860 Giesing“

Gefragt, ob das Olympiastadion ein Thema sei, sagt Reisinger wörtlich: „Intern sowieso nicht, und die Stadt hat aktuell dort auch keinen Fußballbetrieb vorgesehen. Für 1860 muss man überlegen, ob so was Sinn macht. Denn die Vermarktungschancen sind dort auch nicht so toll. Denn man darf da baulich überhaupt nichts verändern. Klar, wenn wir so eine Lösung wie in Leipzig finden würden, so ein Stadion im Stadion: Das hätte was, da wäre ich dafür. Alles ein wenig enger machen, Rasenheizung. Das könnte auch eine Heimat sein, zwar nicht in Giesing, aber in München, und wir sind ja immer noch auch ein Münchner Verein. Wir heißen ja nicht 1860 Giesing. Das wäre schon auch eine Lösung“. Und weiter: „Aber die steht bei mir nicht im Fokus, denn da habe ich genauso viel zu verhandeln wie beim Sechziger-Stadion. Und da sind viele Fans eben emotionaler verbunden und wir haben bessere Vermarktungschancen.“

Der Fokus liegt also weiterhin auf dem Grünwalder Stadion. Reisinger: „Ich glaube schon, dass der Trend wieder zum städtischen Stadion geht und das Stadion draußen auf der grünen Wiese aus der Mode kommt. Mit einem Sechziger-Stadion haben wir bessere Vermarktungschancen als mit einem Neubau in der Prärie, wo es zu Sechzig keinen Bezug gibt. Und was Logen und Business-Seats angeht – da müssen wir eben kreative Lösungen finden.“ Fortsetzung folgt…

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