Was ist wirklich möglich im Grünwalder?

Kommentar zu 1860 und der Stadiondebatte: Willkür in der Westkurve

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Klaus Vick

Die Diskussion um die Zukunft des Grünwalder Stadions klingt willkürlich. Doch der Verein hat ganz andere Probleme, die es zu lösen gilt. Ein Kommentar.

Die Stadiondebatte bei den Löwen gibt es seit einer gefühlten Ewigkeit. Die aktuelle Diskussion hat zwei wesentliche Facetten: Welche Zuschauerkapazität ist kurz- bis mittelfristig im Grünwalder Stadion denkbar, zum anderen welche Pläne hegt der TSV 1860 langfristig? Über all dem schwebt eine einfache Wahrheit: Gefühlt war und ist die Heimat der Löwen auf Giesings Höhen. Reell war sie es lange nicht, und wird es – sportlichen Erfolg vorausgesetzt – auch nicht mehr werden.

Die erste Facette betrifft die Stadt. Warum so getan wird, als sei die Erweiterung auf 15.000 Zuschauer ein Akt der Gnade und eine Erhöhung auf 18.500 unmöglich, bleibt schleierhaft. Das Sportreferat hält eine grundlegende Sanierung der Westkurve für erforderlich, das Baureferat bleibt Antworten schuldig. Und die 15.000 sind auf einmal ohne viel Aufwand umsetzbar. Das klingt nach Willkür.

Unabhängig vom Gezerre um die Kapazität des „Grünwalder“ benötigt 1860 eine Perspektive in der Stadionfrage. Bis zu welcher Liga plant der Verein seriös mit der Spielstätte Grünwalder? Und wo wäre langfristig eine neue Heimat? Solange undurchsichtig bleibt, was Investor Hasan Ismaik will und ob der neue Gönner Gerhard Mey einsteigt, grassiert weiter das Chaos auf Giesings Höhen.

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