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Ex-Sportchef Kreuzer vergleicht Investoren von 1860 und HSV: „In München war das nicht möglich“

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Von: Florian weiß

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Oliver Kreuzer (r.) mit 1860-Investor Hasan Ismaik im November 2015.
Oliver Kreuzer (r.) mit 1860-Investor Hasan Ismaik im November 2015. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke

Für Oliver Kreuzer kommt es am Sonntag zum Wiedersehen mit dem TSV 1860, wo er einst Sportchef war. Er vergleicht die Löwen in einem Interview mit dem HSV - Stichwort Investoren.

München - Am Sonntag tritt der TSV 1860 München beim Karlsruher SC an - es ist (mal wieder) ein Duell zweier absoluter Traditionsvereine, die mittlerweile nur noch drittklassig spielen. Für Oliver Kreuzer ist es ein Wiedersehen mit seinem alten Arbeitgeber, der Sportchef des KSC war zwischen November 2015 und Sommer 2016 der starke Mann bei den Löwen und sorgte damals mit seinen Wintertransfers dafür, dass die Münchner damals in der 2. Bundesliga blieben.

Im Interview mit der Bild erinnert der 53-Jährige sich an sein überraschendes Aus an der Grünwalder Straße: „Wir wollten nach der Nichtabstiegsfeier die Zukunft gestalten, brauchten einen neuen Trainer, weil Interimstrainer Daniel Bierofka keine Trainer-Lizenz hatte. Aber es wurden alle Vorschläge abgelehnt. Die Demission kam schon überraschend und ganz klar aus Abu Dhabi, nicht aus München.“ Heißt: Dass er 1860 überraschend verlassen musste, geschah auf Geheiß von Investor Hasan Ismaik, statt Kreuzer wurde Thomas Eichin als Sportchef installiert. Doch auch dieser blieb nicht lange in München, es folgte gar ein Rechtsstreit.

3000 Fans des TSV 1860 reisen nach Karlsruhe

Kreuzer sieht Parallelen zwischen dem Karlsruher SC und dem TSV 1860, denn „beide gehören in meiner Wahrnehmung mindestens in die 2. Liga, sind große Traditionsvereine mit enormer Strahlkraft.“ Das zeigt auch das Zuschauerinteresse, alleine 3000 Fans der Blauen werden die Reise aus der bayerischen Landeshauptstadt in den Karlsruher Wildpark antreten, wo mittlerweile ein Ex-Löwe ordentlich aufblüht.

Hamburger SV zwei Nummern größer als der TSV 1860

Was das Chaos angeht, ist der TSV 1860 (zumindest in der Vergangenheit) aber deutlich dem Hamburger SV ähnlicher, für den Kreuzer auch schon gearbeitet hat. Beide Vereine seien vergleichbar, so Kreuzer, wobei Hamburg „noch zwei Nummern größer“ sei. „In beiden Vereinen gibt es ein Investoren-Modell, was im Handling nicht immer einfach ist“, erklärt Oliver Kreuzer. „Aber in Hamburg konnte man eigene Entscheidungen treffen, was in München nicht möglich war. Alle personellen Entscheidungen mussten über Abu Dhabi laufen.“

Der TSV 1860 hat sich mittlerweile ein wenig von Hasan Ismaik emanzipiert, ist aber noch immer von Zahlungen des Jordaniers abhängig.

fw

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