Umstrittener Duisburger Treffer

Pleite im Abstiegskrimi - Sechzig in größter Not

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Will gar nicht mehr hinsehen: Romuald Lacazette und die Löwen verlieren in Duisburg.

Duisburg - Für Sechzig wird es im Abstiegskampf immer ungemütlicher. Bei Schlusslicht MSV Duisburg kassieren die Blauen eine Schlappe und haben Pech mit einer Schiri-Entscheidung.

Das mit dem erfolgreichen Fremdgehen klappt auch mit dem neuen Sponsor, dem Dating-Portal C-Date, nicht. Wieder machten die Löwen auswärts keinen Stich, verloren beim Schlusslicht in Duisburg 1:2 (0:0) und rutschten auf den vorletzten Tasbellenplatz zurück. Punktgleich mit dem MSV. Jetzt herrscht allerhöchste Abstiegsgefahr.

Das Ganze ging schon mal schlecht los für die Löwen. Beim Warmmachen wurde Christopher Schindler plötzlich übel, der Kapitän war nicht in der Lage aufzulaufen. Kai Bülow rückte von der Sechser-Position in die Innenverteidigung, und Daniel Adlung übernahm seinen Platz im Mittelfeld. Somit musste Benno Möhlmann eine fast völlig neue Abwehrreihe präsentieren. Für den gesperrten Kagelmacher verteidigte rechts Degenek, und links durfte nach fast einem Jahr Verletzungspause Jannik Bandowski an Stelle des zuletzt wackeligen Yegenoglu erstmals wieder in einem Pflichtspiel ran.

Und die neuformierte Defensive machte das in den ersten 45 Minuten ganz gut, ließ eigentlich nie ungeschützten Verkehr vor dem eigenen Tor zu. Auch, weil die Duisburger überaus harmlos und vorsichtig nach vorn agierten und mehr damit beschäftigt waren, immer wieder eigene Fehler reparieren zu müssen.

Löwen-Flirts mit Ball misslingen

Aber auch bei den Löwen gab's den ein oder anderen misslungenen Flirt mit dem Ball, beide Teams konnten nur unschwer verbergen, dass seit Monaten der Abstiegskampf ihr Kerngeschäft ist.

Sechzig verliert unglücklich beim MSV - nur zweimal die Note 3

Zwei halbseidene Möglichkeiten boten sich den Löwen vor der Pause. Erst scheiterte Valdet Rama, der nach sieben Monaten erstmal wieder in der Anfangself stand und den Vorzug vor Aycicek erhalten hatte, mit einem unplatzierten 18-Meter-Schuss an Rataj­czak (9.), und dann schoss Lacazette viel zu überhastet fünf Meter am Tor vorbei (21.).

Das als Höhepunkt durchgehen zu lassen, würde sich der neue Löwensponsor sicher nicht erlauben, und auch das Tete-a-Tete an der Seitenlinie zwischen Benno Möhlmann und seinem Kollegen Ilja Grujew, das eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung ausgelöst hatte, riss keinen vom Hocker. Flachgelegt wurde weder der eine, noch der andere.

Ertragloser Energieanfall bei Rama

In der zweiten Halbzeit rührte sich dann auch auf dem Platz endlich mehr. Rama wurde am linken Flügel von einem Energieanfall erfasst, dribbelte sich schön durch und wollte Ratajczak aus spitzem Winkel überlisten. es blieb beim Versuch (55.).

Dann aber kam der ganz große Auftritt von Michael Liendl. Aus 28,7 Metern hämmerte der Österreicher den Ball in den Winkel. Was für ein Bums! (64.)

Neun Minuten hielt die Freude, dann köpfte Brökers aufs Tor, der Ball sprang vom Innenpfosten zurück, Ortega schlug ihn raus, und der Linienrichter entschied auf Tor. Wütende, aber vergebliche Proteste bei den Löwen - 1:1. Dann sah Degenek gelb-rot (80.) und fünf Minuten drauf schoss Obinna den Treffer zum Duisburger Sieg.

mc

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