Torloses Unentschieden gegen Union

Hier vergibt Adlung den Löwen-Sieg!

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Riesenchance vertan: Daniel Adlung setzt den Elfmeter an den Pfosten.

München - Sechzig bleibt auch nach dem vierten Spieltag in der 2. Liga sieglos. Gegen Union Berlin helfen den Giesingern auch ein Elfmeter und knapp 30 Minuten in Überzahl nicht.

Und jetzt? Enttäuschung. Wieder kein Sieg, nur zwei Punkte nach vier Spieltagen. „Für das, was wir leisten, ist die Punktausbeute nicht gut genug“, stellte Rubin Okotie nach dem 0:0 gegen Union Berlin fest.

Für das, was die Löwen am Sonntag Nachmittag leisteten, war ein Remis freilich gar nicht mal so unverdient. Gegen vor dem Seitenwechsel überlegene Köpenicker schafften es die Sechziger viel zu selten, wirklich Tempo ins Spiel zu bringen und die Reihen der diszipliniert verschiebenden Gäste auseinanderzureißen. „Wir haben gut angefangen, hatten einen Pfostenschuss und noch eine Chance“, sagte Kapitän Christopher Schindler. „Aber mit der ersten gefährlichen Situation der Berliner haben wir zu viel Respekt gezeigt, zu passiv gespielt. Nach der Pause haben wir fast auf ein Tor gespielt. Trotzdem muss man uns vorwerfen, dass wir in Überzahl zu wenig Torgefahr ausgestrahlt haben. Es müssen auch mal vier, fünf Chancen reichen, um so ein Spiel zu gewinnen.“

Live-Ticker zum Löwen-Heimspiel

Die größte Chance vergab Daniel Adlung mit seinem Pfosten-Elfmeter in der 63. Minute. „Ich hatte den Torwart schon in der anderen Ecke. Wenn ich ihn zwei Zentimeter weiter links schieße, ist er drin. Kann passieren. Ich würde es genauso wieder machen – aber treffen.“

Geht es nach Unions Trainer Norbert Düwel, hätten der Elfmeter und die Rote Karte für Abwehrchef Kessel gar nicht zustande kommen dürfen. Der gefoulte Rubin Okotie habe kurz zuvor eine „klare Schwalbe“ hingelegt, meinte Düwel. Okotie sah‘s anders. „Ich war schon am Torwart vorbei, bin im vollen Lauf und krieg einen Kontakt. Wenn ich stehen bleiben hätte können, dann wär ich stehen geblieben. Ein glasklarer Elfer.“ Schiri Schriever muss wohl irgendein Mittelding gesehen haben. Bei einer Schwalbe hätte er Okotie mit Gelb-Rot vom Platz stellen müssen. Bei einem Foul wäre ein Strafstoß die Konsequenz gewesen.

1860 vs. Union: Die 3 war die beste Note

Sei’s drum. Bei nun anstehenden zwei Auswärtsspielen in Bochum und Düsseldorf ist die Lage der Löwen alles andere als angenehm. „Wir waren zwingender in der zweiten Halbzeit“, sagte Fröhling, „aber wir waren nicht in der Lage, den Ball ins Tor zu bringen. Das ist total ärgerlich.“ Immerhin machte Stefan Mugosa bei seinem Einstand für den verletzten Stephan Hain (Knieprellung) eine ordentliche Figur. „Er hat sehr viel Entwicklungspotenzial“, glaubt Schindler. Ein Satz, den die Fans aus berufenem Munde auch gerne über ihre Löwen hören würden.

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