1860-Keeper verhindert spätes 1:2 gegen Kiel

Eicher: Der heimliche Held von Fröttmaning

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Die pure Erleichterung: Sechzig-Torwart Vitus Eicher schreit sein Glück nach dem gelungenen Klassenerhalt heraus.

München - Das furiose Relegations-Finale gegen Kiel hat auf Seiten der Sechzger mehr als nur einen Helden verdient. Neben Siegtorschütze Kai Bülow tut sich das Eigengewächs im Tor hervor.

Die fast schon wundersame Rettung der Löwen wird zweifellos immer mit dem Namen Kai Bülow verbunden werden. Der oftmals glücklose Verteidiger schoss sich mit dem 2:1 gegen Kiel in die Geschichtsbücher der Sechzger. Doch möglich machte diesen Gänsehaut-Moment erst der Löwe, der den Treffer aus der größten Distanz miterlebte. Denn nur der Super-Reflex von Vitus Eicher vier Minuten zuvor bewahrte 1860 vor dem endgültigen K.o. im Duell mit den Störchen. In der 87. Minute tauchte der heimliche Held nach Maik Kegels Volleyabnahme aus kurzer Distanz blitzschnell ab und lenkte die Kugel weg von seinem Kasten.

Dass nach dem Schlusspfiff kein Löwe ein Wort über diese Rettungstat verlor, passt zur Geschichte von Eicher. In die Saison startete das 24-jährige Eigengewächs als Nummer drei hinter Gabor Kiraly und Stefan Ortega. Für Schlagzeilen sorgte er nur mit der in die Öffentlichkeit getragenen Party-Nacht - inklusive vermeintlicher Spott-Aussagen über Verantwortliche beim TSV 1860 - mit den Kollegen Julian Weigl, Daniel Adlung und Yannick Stark. Dieser Fauxpas warf ihn im Kampf um den Stammplatz scheinbar meilenweit zurück.

Die Wende zum Guten - für die Löwen wie auch Eicher im Speziellen - brachte Torsten Fröhling. Der dritte Chef-Trainer der Saison setzte auf den dritten Keeper. Und der gebürtige Erdinger zahlte das Vertrauen zurück: In seinen zwölfeinhalb Spielen musste der Linksfuß nur 16 Mal hinter sich greifen. Mit ihm sammelten die Löwen 18 Punkte.

Nur wenige Tage nach dem Sprung in die Startelf verlängerte Eicher seinen Vertrag bis 2017. Sport-Geschäftsführer Gerhard Poschner lobte damals: „Vitus ist ein Löwe durch und durch. Er identifiziert sich zu 100 Prozent mit dem Klub. Wir sind davon überzeugt, dass er noch einen Sprung macht.“ Genau solche Typen brauchen die Sechzger nun. Einen, der im richtigen Moment auch Mal abtaucht.

mgi

Löwen halten Liga! Spiel- und Jubel-Bilder plus Noten

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Kommentare

waldiAntwort
(0)(0)

Beide habe ich spielen sehen, sehr talentiert, aber fürs Profigeschäft sind sie noch zu grün ! Sie müssen sich erst ihre "Sporen" verdienen !

RingmasterAntwort
(0)(0)

Ortega ist nicht 2.Liga tauglich !
Fehler im Spielaufbau, zu klein für einen Torhüter und zu langsam in der Strafraumbeherrschung !
Zudem haben wir noch 2 weitere gute Torhüter mit Netolitzky und Fritz !

RingmasterAntwort
(0)(0)

Ortega besser ?
Der hatte mehr Fehler in der Strafraumbeherrschung als
ein seine Vorderleute !!