Gesucht wird ein spielstarker Sechser

Weilandt im Anflug - und wer noch?

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Mehr als ein Talent? Tom Weilandt (l., 23) will sich nach zweieinhalb Jahren bei Greuther Fürth nun in Giesing beweisen.

München - Der vierte Neuzugang der Löwen in der Winterpause ist auf dem Weg nach München - doch nach Möglichkeit soll noch ein Spieler verpflichtet werden. Ein Kandidat ist aber aus dem Rennen.

Löwen-Sportchef Oliver Kreuzer hatte es am Sonntagabend angekündigt: „Ich gehe davon aus, dass wir Tom Weilandt noch diese Woche in München begrüßen können.“ Jetzt ist die Verpflichtung des vierten Winter-Zugangs nach Sascha Mölders, Jan Mauersberger und Levent Aycicek so gut wie durch. Weilandts Berater Ersin Akan sagte am Mittwoch auf tz-Nachfrage: „Ich kann sagen, dass Tom am Freitag, spätestens am Samstag nach München kommen wird. Er hat jetzt die Freigabe von Greuther Fürth und ist heiß auf die Herausforderung Sechzig.“ Über die Laufzeit des Vertrags und die Gültigkeit für die Dritte Liga wollte Akan nichts verraten, unterschrieben sei ohnehin noch nichts. Trotzdem stehe dem Wechsel nun nichts mehr im Wege. Akan: „Für Tom war es wichtig, dass ihn Sechzig von Anfang an unbedingt wollte. Es gab auch andere Anfragen aus der Liga, aber keinen anderen Verein, der sich so intensiv um ihn bemüht hätte wie die Löwen. Oliver Kreuzer wollte ihn damals schon zum KSC holen, dann zum HSV, jetzt sind aller guten Dinge drei.“

Auch für die Löwen? Rechtsaußen Weilandt (23, 1,86 Meter, Sohn von Hansa-Rostock-Legende Hilmar Weilandt) hat sich in seinen zweieinhalb Jahren bei Greuther Fürth mangels Konstanz nie richtig durchsetzen können. In 68 Spielen schoss er zehn Tore, lieferte vier direkte Vorlagen. In den 19 Partien dieser Saison stand er achtmal in der Startelf und markierte zwei Treffer. Weilandts Vertrag bei den Franken wäre im Sommer ausgelaufen. „Er muss sein großes Leistungsvermögen Woche für Woche abrufen“, sagt auch Berater Akan. „Dass die Situation bei den Löwen nicht leicht ist, das ist Tom schon bewusst.“

Mit Weilandt, Aycicek, Daniel Adlung und Daylon Claasen haben die Löwen demnächst also vier fitte Außenangreifer, dazu kommt in ein paar Wochen Valdet Rama, der nach seinem Zehenbruch ein Aufbautraining absolviert. Gesucht wird nach wie vor ein spielstarker Sechser. „Die wachsen im Winter nicht auf den Bäumen“, weiß Kreuzer, der sich von Ondrej Petrak (23), bzw. dem 1. FC Nürnberg kürzlich eine Abfuhr in Sachen Leihgeschäft einholte. Der 1,86 Meter große Tscheche, eigentlich gelernter Innenverteidiger, hätte den Löwen gefallen. „Die Frage ist, was wirtschaftlich machbar ist“, sagt Kreuzer. Bis 1. Februar, 18 Uhr ist das viel­zitierte Transferfenster noch geöffnet.

Das große Löwen-Bullshit-Bingo

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