Löwen-Fans wissen schneller Bescheid

Bei Weilandt gerät Möhlmann in Scherzlaune

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Benno Möhlmann.

Estepona - Tom Weilandts Wechsel zum TSV 1860 ist fast fix: "Ich gehe zu 1860", soll der Fürther in Spanien gesagt haben. Trainer Benno Möhlmann zeigt sich gut gelaunt.

Das gelobte Trainingslagerland zeigte sich in der Nacht zum Mittwoch von seiner garstigen Seite: Dauerregen, die Luft ein paar Grad kühler. Die Löwen hielt das nicht davon ab, den Vormittag zu einer ausgedehnten Zweikampfschulung zu nutzen, und hinterher strahlte zumindest einer: Benno Möhlmann.

„Dem Platz hat der Regen gut getan“, sagte der Trainer, der auch mit dem Engagement seiner Profis zufrieden war: „Das waren kürzere Bewegungen, alles etwas intensiver – das macht natürlich mehr Spaß, als wenn man zehn, 15 Minuten nur laufen muss.“ Spielmacher Michael Liendl bestätigte: „Es ging schon knackig zur Sache, aber das muss auch so sein.“

Schirmherr: Oliver Kreuzer trägt zwar Trainingsanzug wie alle. Nass werden möchte er aber nicht. 

Begleitet wurde das Ganze von den üblichen 30, 40 Fans, die ausnahmsweise mit einem kleinen Wissensvorsprung aufwarten konnten. Teile von ihnen hatten am Vorabend das Testspiel von Greuther Fürth gegen den albanischen Erstligisten KF Skenderbeu (0:0) gesehen und dort insbesondere einen Mann unter die Lupe genommen: Außenbahnflitzer Tom Weilandt, 23, der ja noch während dieser Trainingslagerwoche Hotel und Verein wechseln könnte. Durchwachsen soll er gespielt haben, doch das war nur die zweitwichtigste Botschaft. Die entscheidende: Sein Wechsel zu 1860 ist offenbar so gut wie fix. „Ich gehe zu 1860“, soll er zum Fantross der Löwen gesagt haben.

Da wollte dann auch Möhlmann nicht mehr den Ahnungslosen spielen. Kurz zog er die Augenbrauen hoch, als er von Weilandts freimütigem Bekenntnis hörte. „Ist doch schön!“, sagte er und scherzte: „Der hat wahrscheinlich gehört, dass die Löwen-Fans jetzt 30 Millionen Euro beisteuern wollen.“ Dann bestätigte auch der Trainer, dass wohl nur noch letzte Detail zu klären seien: „Das hängt nicht alleine von uns ab. Ich hoffe nur, dass nicht noch was dazwischen kommt.“

Persönlich hat Möhlmann seinen Wunschspieler noch nicht getroffen, doch er hält sehr viel von ihm. So viel, dass ihn auch der Ruf nicht stört, der dem 23 Jahre alten Rostocker vorauseilt: Inkonstant soll er sein, bedingt tauglich für den Abstiegskampf, ein ewiges Talent. „Er ist ja noch nicht so alt, dass man von ewig sprechen kann“, konterte der Trainer: „Er hat in Fürth gute Spiele gemacht, aber noch nicht stabil sein Leistungspotenzial abgerufen. Ich denke, dass er da gefordert ist, dass er aber grundsätzlich die Qualität hat, die für eine vernünftige Zweitligamannschaft passt.“

Doch warum zieht sich der Transfer so lange hin? Möhlmann, seit der Landung in Spanien in Scherzlaune: „Das muss an der Zeitverschiebung liegen.“ Er jedenfalls glaubt, dass Weilandt der Typ Spieler ist, mit dem der Verlust von Eigengewächs Marius Wolf (Hannover) aufgefangen werden kann: „Ich denke schon, dass er die Qualität hat, uns direkt weiterzuhelfen.“ 

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