Ab sofort muss alles besser werden…

1860: Wende ausgerechnet im Abstiegsendspurt?

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Die Löwen-Spieler müssen und wollen ­endlich wieder ­jubeln.

München - Die großen Schlagzeilen liefert derzeit der rote Rivale von der Säbener Straße, doch der Existenzkampf ist für den TSV 1860 München deshalb noch lange nicht beendet.

Beim TSV 1860 dürften sie sich dieser Tage kräftig wundern. Ausgerechnet vom großen roten Nachbarn von der Säbener Straße werden die Löwen plötzlich aufs Schamloseste kopiert. Erst liefern die Bayern bei der Niederlage in Porto ein Spiel mit solch peinlichen Hoppalas ab, die eigentlich nur Spieler in blauen Trikots beherrschen. Und jetzt schmeißt bei den Bayern auch noch der Mannschaftsarzt hin.

Genau wie vor drei Monaten Dr. Alois Englhard beim TSV 1860. Auch der Grund ist der gleiche: Unterschiedliche Auffassungen zwischen der medizinischen und sportlichen Leitung über den Umgang mit verletzten Spielern. Das war’s dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten. Denn während der FC Bayern angesichts seines Zehn-Punkte-Vorsprungs das Spiel in Hoffenheim relativ entspannt angehen kann, steht der TSV 1860 am Samstag gegen den VfL Bochum im Kampf ums Überleben in der Zweiten Liga unter enormem Druck.

Sechs Spiele sind es noch für den Tabellenfünfzehnten und in dieser entscheidenden Phase müssen sie etwas auf die Reihe bringen, was ihnen in der gesamten Saison bislang noch nicht gelungen ist: Konstanz.

  • Noch nie hat der TSV 1860 zwei Spiele in Folge in dieser Saison gewonnen.
  • Am längsten ungeschlagen blieb man ausgerechnet unter Ricardo Moniz (vier Spiele).
  • Zuletzt beim 0:2 in Braunschweig standen nur noch drei Spieler in der Anfangself, die auch im ersten Heimspiel gegen Leipzig (0:3) begonnen haben. Trotz acht anderer Spieler – nach acht Monaten war kein Unterschied zu erkennen.

Doch es gibt auch eine Statistik, die Mut machen sollte: Die drei letzten Spiele gegen den VfL Bochum haben die Löwen allesamt gewonnen. In der Vorrunde feierte der TSV 1860 in Bochum einen deutlichen 3:0-Sieg.

Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr, um endlich in die Spur zu kommen, aber Torsten Fröhling nimmt die Spieler in die Pflicht: „Sie müssen das jetzt bereinigen und für ein Ergebnis sorgen, das von mir aus auch mit Glück erzwungen wird.“ Ob Daniel Adlung auch einer dieser Spieler sein wird? Vor einer Woche beim 0:2 in Braunschweig wurde er ausgewechselt. Adlungs Reaktion fand Coach Fröhling in Ordnung: „Adi hat gesagt, dass das jetzt für ihn kein Grund sei, in die Ecke zu gehen und zu heulen.“ Ob der Vizekapitän gegen Bochum trotzdem wieder in der Anfangself steht, wollte der Trainer Torsten Fröhling aber nicht verraten.

tz

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