Nach Ismaiks Facebook-Attacke

tz deckt auf: So viel zahlt Sechzig wirklich an den FC Bayern

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Hat sich anscheinend gehörig verrechnet: Sechzig-Investor Hasan Ismaik nimmt es bei den Kosten für die Arena-Nutzung nicht ganz so genau.

München - Hasan Ismaik beziffert die Kosten für die Arena-Nutzung auf sechs Millionen Euro pro Saison. Doch damit zielt der Löwen-Investor übers Ziel hinaus.

Im Zuge seiner denkwürdigen Facebook-Offensive brachte 1860-Geldgeber Hasan Ismaik Mitte Januar auch das Thema Allianz Arena aufs Tapet. "Die 6 Mio. Euro Zahlungen an FC Bayern München müssen gestoppt werden, diese Gelder sollen in 1860 investiert werden", ließ der rätselhafte Jordanier auf seinem Profil namens "1860Ismaik" wissen. Hintergrund der Aktion war es, direkt mit den Fans zu kommunizieren, da die Medien ohnehin nur falsche Informationen verbreiten würden. Eine steile These, die Ismaik am Dienstag wiederholte - freilich ohne konkret zu werden. Im Ungefähren lässt es sich halt leichter agi(ti)eren.

Da die verantwortlichen Akteure des TSV 1860 ihrem Hauptgesellschafter in Zeiten wie diesen nicht öffentlich widersprechen wollen, griff die tz für die Auflistung der reellen Stadionkosten auf eine andere verlässliche (weil ebenfalls direkt involvierte Quelle) zurück. Demnach bezahlen die Sechziger nach mehreren ausgehandelten Nachlässen aktuell jährlich:

- Eine Million Euro für die Business- und Sponsor-Seats inklusive Parkplätze, die dort inkludiert sind.

- 100.000 Euro für die Werbefreiheit der Arena.

- 370.000 Euro an Miete.

- 1,5 Millionen Euro, die über den FC Bayern an den Caterer "Do & Co" weitergereicht werden.

Das ergibt insgesamt also nicht sechs Millionen sondern mit 2,97 Millionen ziemlich genau die Hälfte.

Rejek: Kosten sind nicht das Problem

Die Kosten seien auch nicht das Problem, hatte Geschäftsführer Markus Rejek bereits vor einem Jahr betont. Viel schwerer fielen die fehlenden Einnahmen ins Gewicht. "Uns fehlen die Erlöse aus Namensrechten, Logen, Catering, Lieferrechten und so weiter. Im Vergleich zu Liga-Konkurrenten, die ähnliche Stadionkosten haben, haben wir einen klaren Wettbewerbsnachteil, weil wir im Gegensatz zu unserer Konkurrenz nicht über diese Erlöse verfügen können."

Alles Sachverhalte, die Ismaik als Chef des KGaA-Aufsichtsrates eigentlich kennen müsste. Längst.

tz

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