1860-Neuzugang

Leonardo: "In drei Wochen bin ich in Topform"

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Leonardo und 1860-Coach Moniz kennen sich schon lange.

München - Seit Donnerstag Vormittag ist der Transfer von Leonardo zu 1860 fix. Wie der Wechsel zustande kam, warum Holland seine Heimat ist und was er bislang mit 1860 assoziierte:

Donnerstag Vormittag kurz nach 10 Uhr war er endlich da. Leonardo (de Vitor Santiago) erschien mit seinem Berater Maikel Stevens, dem Sohn von Trainer Huub Stevens, im Hotel Panorama Royal in Bad Häring, wo die Löwen ihr Trainingslager bezogen haben. Der brasilianische Außenstürmer, ein Wunschkandidat von Trainer Ricardo Moniz, unterzeichnete bei 1860 einen Einjahresvertrag und nahm um 16 Uhr auch gleich erstmals am Training auf dem Fußballplatz von Kirchbichl teil. „In drei Wochen werde ich meine Topform haben“, sagte Leonardo, der bis vor vier Wochen noch für Ferencvaros Budapest im Einsatz war. „Seitdem hatte ich Urlaub.“

Vor etwa 14 Tagen habe ihn Moniz am Telefon gefragt, ob er sich vorstellen könne, zum TSV 1860 zu wechseln, erzählte Leonardo. Eine Idee, an der der 31-Jährige schnell Gefallen fand. „Ich kenne Moniz schon sehr lange“, sagte Leonardo, „er war bereits in jungen Jahren mein Ausbilder, als ich bei Feyenoord Rotterdam war. Zusammen mit Robin van Persie übrigens. Später haben wir uns dann in Salzburg und Budapest wieder getroffen.“

Feyenoord-Präsident entdeckte Leonardo im TV

Leonardo wechselte bereits im Alter von elf Jahren nach Rotterdam. Ohne Familie. „Das war eine kuriose Geschichte“, blickt er zurück. „Ein holländisches Fernsehteam hat damals einen Bericht über kleine Jungs gemacht, die in Rio, in meiner Heimatstadt, Fußball spielen, und durch diesen Films hat mich der Präsident von Feyenoord quasi entdeckt und nach Holland geholt.“ Die großen Vorbilder des kleinen Leonardo hießen damals, rund um die WM 1994, die Weltmeister Romario und Edmundo, mittlerweile ist es mit der Zuneigung für die Kicker seines Heimatlandes nicht mehr weit her. „Seit 20 Jahren ist eher Holland meine Heimat“, sagt er, „deshalb haben mich auch die enttäuschenden Auftritte der Selecao jetzt bei der WM nicht groß berührt.“

In Holland lebt auch Leonardos sechsjähriger Sohn Lil, den er so oft wie möglich besucht, oder zu den jeweiligen Stationen, wo er gerade Fußball spielt, anreisen lässt. „Lil ist mein einziges Hobby“, sagt er und grinst: „Naja, und brasilianische TV-Soaps anschauen.“ Was der neue Löwen-Angreifer bisher mit 1860 assoziierte, klingt einigermaßen kurios: „Immer wenn mir 1860 in den Sinn kam, dann dachte ich an das Nike-Zeichen auf der Brust, an den damaligen Trikot-Ausrüster.“

Hier trainiert Leonardo zum ersten Mal im 1860-Dress

Hier trainiert Leonardo zum ersten Mal im 1860-Dress

Das war noch zu Bundesligazeiten. Für Leonardo (er bekommt übrigens die Nummer 8) geht’s eine Klasse tiefer zur Sache. Wie er die Zweite Liga beurteile? „Ich glaube, sie ist stärker als die erste Liga in Österreich und Ungarn.“ Er muss es ja wissen…

tz

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