Edu Bedia feiert Comeback

Vor Partie gegen Rubin Kasan: Löwen-Aufgebot ausgedünnt

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Edu Bedia (r.)  brennt nach seiner langen Verletzungspause auf Einsätze

München - Am Samstag testet der TSV 1860 gegen Rubin Kasan. Edu Bedia feiert sein Comeback und Vladimir Kovac sein Profi-Debüt.

Ein durchaus ungewöhnliches Bild bot sich am Freitag den Beobachtern der Übungseinheit der Münchner Löwen: Vom eigentlich 27 Mann starken Kader des TSV 1860 standen nur 15 Feldspieler plus zwei Torhüter auf dem Platz. Ausgedünnt durch Verletzungen und Länderspieleinsätze präsentierte sich das Löwen-Aufgebot.

Während Julian Weigl, Maxi Wittek und Martin Angha mit ihren Juniorennationalmannschaften auf Reisen sind, wurden Valdet Rama (Albanien) und Krisztian Simon (Ungarn) gar in das A-Aufgebot ihres jeweiligen Landes nominiert. Internationale Erfahrungen sammeln an diesem Wochenende aber nicht nur die blauen Nationalspieler, sondern auch die restlichen Löwen-Akteure.

An diesem Samstag (11.30 Uhr) steht in Heimstetten ein Testspiel gegen Rubin Kasan auf dem Programm. Der Tabellenvierte der russischen Premier Liga weilt derzeit wegen eines Kurztrainingslagers in Bayern. Bekanntester Spieler von Kasan ist der Ex-Hoffenheimer Carlos Eduardo. „Das ist ein toller, interessanter Gegner“, ist Trainer Torsten Fröhling voll des Lobes über den Testspielpartner, „ich freue mich auf das Spiel“.

Auf das Spiel freuen darf sich auch Vladimir Kovac. Der slowakische Rechtsverteidiger der hauseigenen Reserve durfte diese Woche mit den Profis mittrainieren und wird gegen Kasan auch zum Einsatz kommen. „Er nimmt eine gute Entwicklung und bringt auch eine gewisse körperliche Festigkeit mit“, sagt Fröhling über Kovac. Kein Wunder, war der 23-Jährige doch früher als Ringer aktiv.

Während Kovac gegen Kasan sein Debüt für die Profis feiern wird, kommt Edu Bedia zu seinem Comeback. Seit dem 3. Oktober stand Bedia wegen einer Schambeinentzündung bei keinem Spiel mehr auf dem Platz. Gerade für ihn und seinen ebenfalls erst genesenen Landsmann Rodri kommt das Testspiel genau richtig. „Vor allem die Akteure, die zuletzt nicht viel zum Einsatz kamen, sollen Spielpraxis sammeln“, erklärt Fröhling und präzisiert: „Sie sollen gegen Kasan Spaß haben, in die Zweikämpfe gehen und Spielfreude entwickeln.“

Gerade der Aspekt „Spielfreude“ ist in der Länderspielpause ein omnipräsentes Thema bei den Löwen, kam diese in den vergangenen Partien doch zumeist deutlich zu kurz. „Der Schwerpunkt der aktuellen Trainingswoche war es, viel Fußball zu spielen“, sagt Kapitän Christopher Schindler sichtlich angetan. Bei der Übungseinheit am Freitag wurden vor allem Dribblings und Torabschlüsse trainiert. Unter Dauerbeschuss standen dabei die Torleute Vitus Eicher und Stephan Ortega. Auch beim Test gegen Kasan werden sich die beiden den Torwart-Dienst teilen und jeweils eine Halbzeit zum Einsatz kommen.

Passen muss dagegen weiterhin Rubin Okotie, der individuell an seinem Comeback arbeitet. Gesellschaft wird der Österreicher dabei wohl bald von Daylon Claasen bekommen. Der Südafrikaner hat sich einen Sehneneinriss im linken Knie zugezogen und fällt somit ebenfalls aus. Angesichts der üppigen Verletztenliste ist Fröhling etwas bange vor der Partie gegen Kasan: „Ich hoffe, dass sich nicht wieder einer verletzt – aber dass sich die Rückkehrer gleichzeitig an die Spielhärte gewöhnen.“ Am Sonntag gegen Erzgebirge Aue wird diese Spielhärte auf alle Fälle vonnöten sein, denn nicht nur Abwehrmann Gui Vallori weiß: „Gegen Aue müssen drei Punkte her – egal wie!“

Nino Duit

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