tz-Interview

1860-Pleiten schmerzen Ex-Löwe Schäffler

+
Mit Duisburg traf er gegen 1860, in Ingolstadt legte er ein Tor auf: Manuel Schäffler.

München - Neun Jahre spielte Manuel Schäffler bei 1860, drei davon als Profi. Seit Jahresbeginn spielt er für Holstein Kiel. Vor dem Wiedersehen mit den Löwen im DFB-Pokal klingelte die tz bei Schäffler durch.

Neun Jahre spielte Manuel Schäffler bei 1860, drei davon als Profi. Nach Stationen in Duisburg und Ingolstadt stürmt der 25-Jährige seit Jahresbeginn für Holstein Kiel. Vor dem Wiedersehen mit den Löwen im DFB-Pokal klingelte die tz bei Schäffler durch.

Moin Moin, Manuel, wie ist die Lage an der Waterkant?

Manuel Schäffler: Servus nach München! Wetter und Stimmung sind gut bei uns, die Vorfreude auf den Pokal riesengroß. Ich freu mich immer, wenn ich bayerische Stimmen höre. Und von wegen Moin Moin – das gewöhn ich mir gar nicht erst an, ich bleib beim Servus.

Was hat Sie eigentlich nach Kiel verschlagen?

Manuel Schäffler: Der Wunsch nach mehr Spielpraxis. Bei 1860 war’s schwer zum Schluss, auch in Ingolstadt bin ich nicht auf die erhofften Einsatzzeiten gekommen. Also hab ich den Schritt in die Dritte Liga gemacht, um wieder richtig Fuß zu fassen.

In den bisherigen vier Saisonspielen kamen Sie lediglich als Joker zum Einsatz…

Manuel Schäffler: Ja, aber ich bin nah dran an der Startelf. Wir haben eine gute Mannschaft, der Start mit fünf Punkten ist nicht schlecht gewesen. Wir hätten auch letzte Woche bei Stuttgart II was mitnehmen können oder sogar müssen.

Jetzt können Sie am Sonntag mit einem Sieg die Krise bei 1860 verschärfen.

Manuel Schäffler: Ja, das können wir. Und ich glaube, dass wir gute Chancen haben, weiterzukommen. Mit 12.000 Zuschauern im Rücken wollen wir Sechzig das Leben so schwer wie möglich machen. Holstein war 2012 immerhin im Viertelfinale.

1860-Tattoos: Diese Liebe geht unter die Haut

1860 geht unter die Haut: Tattoo-Bilder unserer Leser

Sie persönlich haben eine gute Bilanz gegen Ihren Ex-Klub. Eine Verpflichtung?

Manuel Schäffler: Verpflichtung nicht. Aber es stimmt natürlich: Ich hab mit Duisburg gegen Sechzig getroffen, mit Ingolstadt ein Tor vorbereitet. Das wär natürlich was am Sonntag…

Wie sehr haben Sie bei den Spielen der Löwen in Lautern und gegen Leipzig am Fernseher mitgelitten?

Manuel Schäffler: Natürlich hat mir das wehgetan. 1860 ist der Verein, bei dem ich aufgewachsen bin, und zu dem ich irgendwann auch wieder zurückkehren will. Da wird immer eine Verbindung bleiben, auch wenn ich aus der aktuellen Mannschaft nur noch zu Vitus Eicher Kontakt habe. Das 2:3 in Lautern war ein Schlag ins Gesicht. Dann kommt mit Leipzig ein starker Aufsteiger, schon ist der Fehlstart perfekt und es wird unruhig. Das ist halt der Unterschied zu Klubs wie Paderborn, wo das Ruhigbleiben leichter fällt. Aber es sind noch 32 Spiele, die Mannschaft wird sich finden, da muss man nicht durchdrehen jetzt.

Interview: lk

auch interessant

Meistgelesen

Keine Einigung mit Forren - Gustavo fliegt mit nach München
Keine Einigung mit Forren - Gustavo fliegt mit nach München
Warten auf die Neu-Löwen - und was macht die 1860-Konkurrenz?
Warten auf die Neu-Löwen - und was macht die 1860-Konkurrenz?
Aigner: Keine Angst vor der Rückrunde
Aigner: Keine Angst vor der Rückrunde
„Geistig verwirrt“: Eichin geht gegen Sexshop-Betreiberin vor
„Geistig verwirrt“: Eichin geht gegen Sexshop-Betreiberin vor

Kommentare