"Den konstruktiven Weg wählen"

Mayrhofer widerspricht Lorants Löwen-Prognose

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1860-Präsident Gerhard Mayrhofer.

München - Ja, es gibt sie noch, die Optimisten beim TSV 1860. Das zeigte die Macron-Präsentation am Mittwoch. Präsident Mayrhofer widerspricht zudem Werner Lorants Aussagen.

Gianluca Pavanello zum Beispiel. Der Vorstandschef des künftigen Ausrüsters Macron sagte am Mittwoch bei der Präsentation des Fünfjahres-Deals in der Alianz Arena: „Wir haben mit einem Erstligisten unterschrieben. Unsere Partnerschaft läuft ja erst ab 2015…“

Blauäugigkeit? Eher nicht, schließlich ist Pavanello ein erfolgreicher Geschäftsmann. Bei einem Abstieg in die Drittklassigkeit würden „die Konditionen entsprechend angepasst“ werden, erklärte er auf Nachfrage. In der Zweiten Liga soll es für 1860 pro Jahr angeblich eine hohe sechsstellige Summe zusätzlich zur Ausrüstung geben. Präsident Gerhard Mayrhofer bezeichnete den Vertrag mit dem Sportartikel-Produzenten aus Bologna als „Meilenstein“ für 1860. Neben den Löwen wird Macron ab der neuen Saison auch Union Berlin ausstatten. Womit wir beim zweiten (noch zu setzenden) Meilenstein wären. Schließlich müssen die Sechziger am Samstag um 13 Uhr bei den „Eisernen“ in der Alten Försterei antreten.

„Für uns geht es darum, dass wir uns von Platz 15 entfernen“, formulierte Mayrhofer die Vorgabe für die nächsten Partien. Nach Berlin kommt der FSV Frankfurt in die Arena, danach geht’s zum 1. FC Nürnberg, ehe zum Hinrunden-Abschluss der KSC in Fröttmaning vorbeischaut. 20 Punkte hat Sportchef Gerhard Poschner als Zielmarke ausgegeben. Acht Zähler aus vier Spielen sollten es also sein.

Löwen präsentieren neuen Ausrüster: Bilder

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Mayrhofer vertraut auf Qualität und Einstellung der Mannschaft. Im Gegensatz zum Vorjahr sei der Charakter heuer stärker. „Den Spielern stinkt die Lage doch am allermeisten“, sagt der Oberlöwe. „Die wollen da unten mit aller Macht raus!“ Klar, dass Mayrhofer von Werner Lorants Aussagen in der tz wenig angetan war. „Diese Mannschaft ist von der Mentalität her für einen Abstiegskampf nicht geeignet“, hatte der Ex-Trainer geäußert. „Ich habe großen Respekt vor Werner“, sagte Mayrhofer gestern zur tz. „Aber bei diesen Aussagen muss ich ihm widersprechen. Unsere Mannschaft hat Charakter. Es bringt nichts, jetzt öffentlich Prognosen zu stellen, die auf Aussichtslosigkeit zielen. Anstatt zu sagen, was die Spieler nicht können, sollte man den konstruktiven Weg wählen. Alles andere bringt 1860 nicht weiter. Ich freue mich darauf, wenn ich mit ihm persönlich drüber sprechen kann.“

Persönlich wird’s auch am Abend des 2. Dezember. Mayrhofer will nicht darüber spekulieren, ob ihn die Delegiertenversammlung in Taufkirchen als Präsident bestätigen wird. Seine Aussage zum entscheidenden Tag ist trotzdem eindeutig. „Ich hoffe, dass alle verstehen, um was es geht. Darum, dass ein Mitglied ein demokratisches Votum nicht akzeptiert. Was wir brauchen, ist Rechtssicherheit. Auch Hasan Ismaik ist besorgt. Wir wollen, dass dieser Verein in einem neuen Licht erstrahlt.“

lk

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