1860-Profi ganz privat

tz-Sommerinterview: Wittek spricht über sein großes Idol

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Auf dem Platz ist Maxi Wittek ein Kämpfer, geht keinem Zweikampf aus dem Weg – in seiner Freizeit mag es der Löwe gerne entspannt: Am liebsten geht er ins Speisecafé Hungriges Herz in der Fraunhoferstraße, hier trafen wir uns auch zum Sommerinterview

München - 1860-Verteidiger Maxi Wittek erzählt in dieser Folge des tz-Sommerinterviews, wie er als Bub mit seinem Vater im Stadion war und was er gemacht hätte, wenn er nicht Profi geworden wäre.

Für diese Folge des tz-Sommerinterview haben wir mit Maximilian „Maxi“ Wittek gesprochen, einem der „Jungen Wilden“ des TSV 1860. Eine kühle Apfelschorle und ein gemischter Salat, dazu die entspannte Atmosphäre im dezent eingerichteten Speisecafé Hungriges Herz – viel mehr braucht Maxi Wittek (20) nicht, um glücklich zu sein. „Ich komme oft hierher in die Fraunhoferstraße zum Andi“, sagt der 1860-Verteidiger zwischen zwei Salatbissen.

Der Andi, mit vollem Namen Andreas Neumeyer, ist einer der beiden Besitzer des Lokals. Entsprechend beliebt ist das „Herz“ bei den Profis des TSV 1860. Für Maxi Wittek ist es der perfekte Ort, um im Sommerinterview über die schönste Zeit des Jahres zu reden.

Maxi, die Schulferien in Bayern laufen seit drei Wochen, man sieht’s auch am erhöhten Kinder-Aufkommen beim Training an der Grünwalder Straße. Was kommt Ihnen beim Stichwort „Große Ferien“ zuerst in den Sinn?

Maxi Wittek: (strahlt) Schulranzen in die Ecke und sechs Wochen lang nicht mehr anschauen! Naja, fünfeinhalb… Ich bin eigentlich gerne in die Schule gegangen. Aber dieser erste Ferientag, der war schon immer was ganz Besonderes. Bei der Oma hat’s Geld fürs Zeugnis gegeben, und danach ging’s raus in die freie Wildbahn. Wir haben nie die großen Urlaube gemacht. Mal nach Österreich, solche Sachen halt. Aber die meisten Freunde waren auch daheim. Langweilig ist mir da nie geworden. Wir hatten direkt ums Eck ein Freizeitgelände mit See. Im Wald haben wir uns ein Baumhaus gebaut, daran denke ich gerne zurück. Auch wenn’s nur zwei Wochen gehalten hat…

Sie sind mit zwei Geschwistern (Florian, 29, und Bianca, 27) in Eching bei München aufgewachsen, wohnen noch heute dort. Wann haben Sie zum ersten Mal die große Stadt erkundet?

Maxi Wittek als Zehnjähriger bei einem Turnier im italienischen Mezzocorona.

Wittek: Als ich aufs Theodolinden-Gymnasium gekommen bin. Da haben wir uns nach der Schule bei schönem Wetter öfter im Englischen Garten getroffen oder sind in der Fußgängerzone rumstrawanzt. Nach und nach hat man so die wichtigsten Plätze und Geschäfte kennengelernt. Aber das Allerschönste war für mich immer das Sommerfest im Olympiapark. Da bin ich mit meinem Vater oft hingefahren, meistens haben wir es mit einem Stadionbesuch bei Sechzig verbunden.

Damals spielten die Löwen noch in der Bundesliga.

Wittek: Ja, lang ist’s her. Ich bin 2003 zu Sechzig in die U9 gekommen und durfte natürlich auch Ballbub im Olympiastadion sein. Mein absolutes Idol war Icke Häßler. So wie der mit dem Ball umgegangen ist, was der für Tricks draufhatte – ein Irrsinn. Das wollte ich auch immer können.

Jetzt haben Sie’s zum Profi geschafft. Was wäre aus Ihnen geworden, wenn es nicht geklappt hätte?

Wittek: Auf jeden Fall irgendwas mit Sport. Physiotherapeut vielleicht, das interessiert mich brennend, da passe ich immer ganz genau auf und frage nach, was unsere Physios machen. Für die Karriere als Profi ist es auf jeden Fall von Vorteil, wenn du weißt, wie du deinen Körper pflegen musst, damit er funktioniert. Das ist unser Kapital.

Wie haben Sie Ihren Körper im Urlaub gepflegt?

Wittek: Ich war mit meiner Freundin (Sonja, Anm. d. Red.) zehn Tage in der Türkei – in Alanya. Abschalten, die Sonne genießen. Ich bin ja direkt nach der Relegation gegen Kiel noch mit der U20-Nationalmannschaft zur WM nach Neuseeland geflogen. Danach war der Akku wirklich leer, den Urlaub hat’s dringend gebraucht.

Maxi Witteks Sommertipps

1. Eine Biergarten - Empfehlung in München? Maxi muss ein paar Sekunden überlegen: „Mei, da gibt es einige. Aber am liebsten bin ich im Aumeister am Nordrand des Englischen Gartens. Sehr entspannt.“

2. Als echter Bayer liebt es Wittek beim Essen ganz klassisch: Ein Obatzder mit Brezn oder ein bayerischer Wurstsalat machen ihn glücklich. Und zum Trinken gibt’s „je nach Laune“ ein kühles Radler oder einen Almdudler.

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