Schwerer Schlag für 1860: Zwei Punkte Abzug

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Schock für die Löwen-Fans (Archivbild): Der TSV 1860 wird mit einem Abzug von zwei Punkten bestraft.

München - Dem TSV 1860 München werden wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsordnung mit sofortiger Wirkung zwei Punkte abgezogen. Nun hat sich die Vereinsführung offiziell dazu geäußert.

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Die “Löwen“ fallen durch den Punktabzug in der Tabelle vom sechsten auf den siebten Platz zurück. Im Lizenzierungsverfahren für die laufende Saison habe der Club unzureichende Informationen eingereicht, begründete die Deutsche Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main am Dienstag ihre Entscheidung. Der TSV 1860 hat die Vertragsstrafe akzeptiert. In der vergangenen Saison waren Arminia Bielefeld wegen eines ähnlichen Verstoßes vier Punkte abgezogen worden. Sportlich wirft der Abzug die “Löwen“ zurück, nachdem sie mit fünf Spielen ohne Niederlage bis auf drei Punkte an den Aufstiegs-Relegationsplatz herangekommen waren.

Die Presse wurde am Dienstag um kurz nach halb elf Uhr im dritten Stock der Löwen-Geschäftsstelle an der Grünwalder Straße von Seiten der Vereinsführung über den Punktabzug informiert. Geschäftsführer Dr. Robert Niemann erklärte: "Wir wurden von der DFL kontaktiert. Es wurden Unterlagen zur Liquidität des Vereins angefordert." Unter anderem ging es bei der Kommunikation mit der DFL um den verlorenen Arena-Prozess, die Fan-Anleihe sowie die nicht im erwarteten Umfang erfolgten Transfer-Erlöse im Sommer.

Wie der Löwen-Geschäftsführer betonte, sei der TSV 1860 München "sehr offen und transparent" mit dem Thema umgegangen. "Wir haben versucht, zur positiven Klärung des Vorgangs beizutragen." Und durch die "offene Zusammenrarbeit" zwischen dem TSV 1860 und der DFL sei "dieses moderate Strafmaß herausgekommen". Wie Niemann auf Nachfrage bestätigte, habe den Löwen im schlimmsten Fall der Lizenzentzug gedroht. "Auch das ist bei der DFL thematisiert worden."

Löwen-Sportdirektor Miki Stevic äußerte sich ebenfalls zu dem Punktabzug: "Das ist natürlich ein Schlag ins Gesicht für mich als Sportdirektor." Stevic fordert nun Kampfgeist von den Sechzig-Spielern, um den momentanen Schock zu überwinden: "Ich sage: ,Jetzt erst recht!' Diese kleine Handbremse, diese Steine werden uns nicht vom Weg abbringen. Ich bin überzeugt, dass eine positive Reaktion gegen Bielefeld am Samstag folgen wird."

tz

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