Trainer fordert neue Stürmer

Moniz schlägt Alarm: "Das ist Sch***e"

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Ricardo Moniz ist mit seiner Offensive nicht zufrieden.

München - Nach der vierten Testspiel-Niederlage war 1860-Coach Ricardo Moniz bedient. Sportchef Poschner nimmt die Bedenken des Trainers mit Humor und verspricht Verstärkungen in der Offensive.

Ricardo Moniz saß im Bad Häringer Mannschaftshotel und erweckte den Eindruck, als sei schon die gesamte Saison in die Binsen gegangen. „Das ist sehr, sehr enttäuschend, wenn du ein Trainingslager so abschließt“, sagte der Löwencoach eine halbe Stunde nach dem 2:3 im Test gegen Cardiff City und fügte hinzu: „Wir wissen um die Probleme und können sie nicht lösen. Das war bereits die vierte Niederlage jetzt in der Vorbereitung – das ist sehr schwach. Natürlich könnten wir das Ganze jetzt schönreden, dass wir verdient hätten zu gewinnen. Aber nein. Es ist Scheiße, wenn es so weitergeht.“

Gerhard Poschner vernahm das Wehklagen seines Trainers – und musste schmunzeln: „An dem Tag, an dem Ricardo hier mit irgendetwas zufrieden ist, werde ich ihn entlassen…“ Und ohne Ironie? „Ricardo ist einfach immer angefressen nach Niederlagen“, sagte Poschner. „Er ist erfolgsbesessen und sehr emotional. Wir wollen ja schließlich raus aus der Wohlfühloase, und da gehört so einer wie unser neuer Trainer dazu. Wegen seiner Gier, die er vorlebt.“

Okotie zeigt Aufwärtstrend

Gier nach Erfolg – und Sehnsucht nach mehr Qualität im Angriff. „Ich will noch einen, am liebsten zwei neue Stürmer“, erklärte der Trainer. „Wir sind vorne unterbesetzt, und wenn wir das nicht bis zum Auftakt in zwei Wochen in Kaiserslautern hinkriegen, dann haben wir ein Problem.“

Poschner ist gefordert. Und der Sportchef gibt sich weiterhin gelassen: „Ich habe doch immer gesagt, dass wir noch was tun werden. Außerdem sehen wir bei Rubin Okotie durchaus eine positive Entwicklung.“ In der Tat: Der Sturm-Zugang aus Wien trat gegen Cardiff sehr engagiert auf und hatte bei zwei herrlichen Kopfbällen Pech. Einer landete am Pfosten, beim anderen rettete der walisische Torhüter mit einer grandiosen Parade.

„Diese Chancen müssen einfach drin sein“, zeigte Moniz kein Mitgefühl. „Ich fordere ja nicht wegen mir selbst Verstärkungen, es geht um den Verein. Mit Schindler und Wittek haben heute ja wieder zwei Abwehrspieler die Tore geschossen.“

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Welche Angreifer er denn auf der Wunschliste habe? „Natürlich habe ich einen bestimmten Stürmer im Visier“, sagte Moniz, „bisher allerdings scheitert das Ganze noch an verschiedenen Faktoren.“

Eine Baustelle, die schleunigst beseitigt werden soll. Schließlich hat Moniz die Löwen in einer Umfrage als Zweitligameister getippt – vor RB Leipzig. Poschner hat’s wohlwollend registriert: „Ich finde es geil, wenn der Trainer solche Ziele vorgibt.“

tz

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