"Ich bin offen für Gespräche"

Okotie schließt vorzeitige Vertragsverlängerung nicht aus

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Rubin Okotie hat bei den Löwen voll eingeschlagen.

München - Trotz seines freien Tages schaute Rubin Okotie am Dienstag an der Grünwalder Straße vorbei. Und ließ dabei durchblicken, dass er gerne längerfristig bei den Löwen bleiben würde.

Am Dienstag hatte Rubin Okotie frei. Eigentlich. Weil sein Vereinstrainer Markus von Ahlen allerdings ein ausführliches Videostudium des Testspiels gegen Ingolstadt angesetzt hatte, schaute der Nationalstürmer Österreichs mit seinem weißbereiften Radl trotzdem an der Grünwalder Straße vorbei. Theorie gehört schließlich auch zur Vorbereitung auf das richtungsweisende Aue-Spiel am Sonntag. „Das ist eine sehr wichtige Partie, wenn man sich die Tabelle anschaut“, weiß Okotie. „Wir wollen dort unbedingt gewinnen.“

Auf dem 27-jährigen Angreifer ruht kein kleiner Teil der blauen Hoffnungen. Erst recht, seitdem Okotie am Sonntag in Wien das Siegtor für Österreich gegen Montenegro erzielen konnte. „Daheim herrscht jetzt schon eine kleine Euphorie“, berichtete Okotie schmunzelnd. „Wir sind Gruppenerster, die Chance ist da, dass wir uns für die Europameisterschaft qualifizieren.“ Ein Sieg gegen Russland am 15. November in Wien ist das nächste große Ziel für Rubin und sein Team Austria.

Für was sich 1860 in dieser Saison qualifiziert? „Neun Punkte aus neun Spielen ist für unsere Ansprüche zu wenig“, sagt Okotie (jetzt nicht mehr schmunzelnd). „Wir wollen bis zum Winter das Maximum rausholen. Dann schauen wir weiter.“

Auch persönlich dürfte Okotie bald eine Entscheidung bevorstehen. 1860-Sportchef Gerhard Poschner hat bereits anklingen lassen, dass er sich mit Okotie und dessen Berater in Bälde über eine vorzeitige Verlängerung des bis 2016 datierten Vertrags unterhalten wolle. Okotie sagt dazu: „Ich bin immer offen für Gespräche. Aber wir haben jetzt sehr wichtige Spiele vor uns, da liegt zunächst mal der Fokus drauf.“

Worte, die Trainer von Ahlen gerne hören wird. Okotie ist seine schärfste Waffe im Kampf gegen die Kellergeister. „Rubin macht das fantastisch“, sagt der Coach. „Ich bin mir sicher, dass Poschi das auf dem Schirm hat. Er entscheidet, wann die Gespräche aufgenommen werden.“

lk

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