Er erinnert an die Serie von 2013

Stahl ist sich sicher: "Die Jungs packen das"

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Dominik Stahl nach seinem Tor zum 1:0 in Bielefeld 2013 – es war der Auftakt zu einer Vier-Siege-Serie.

München - Missglückter Saisonstart, früher Trainerwechsel, keine an der Tabelle ablesbaren Erfolge – die aktuelle Situation beim TSV 1860 dürfte Menschen mit Gedächtnis nicht neu vorkommen.

 Im vergangenen Jahr standen die Löwen nach dem 13. Spieltag nur drei Punkte besser da, bei einem Torverhältnis von 10:15. Es folgten vier Siege – in Bielefeld, gegen Fürth, in Bochum und gegen Union Berlin. Ein Spieler tat sich dabei besonders hervor: Dominik Stahl, der in jedem der vier Spiele traf und sich den Spitznamen „Dominator“ verdiente.

Momentan kann Stahl seiner Mannschaft nur abseits des Platzes helfen. „Ich bin nach meiner Knie-OP im Aufbautraining und sehe die Jungs fast jeden Tag auf dem Trainingsgelände“, sagt der 26-Jährige, der im Januar wieder voll einsteigen will. Ob er die Kollegen schon an die Serie von 2013 erinnert habe? „Klar kommt so was auch zur Sprache“, sagt Stahl. „Ich erinnere mich noch gut an Bielefeld damals. Das Spiel hätten wir genauso gut verlieren können. Aber dieses 1:0 und der Sieg danach gegen Fürth haben uns die Sicherheit gegeben, die wir gebraucht haben. Auf einmal läuft’s, dann rutschen die Dinger rein, die zuvor an den Pfosten gegangen sind. Und die Entscheidungen kommen dir plötzlich zugute.“ Beispiel Berlin. Stahl: „Beim 2:1 gegen Union haben wir damals kurz vor Schluss eine Ecke bekommen, die eigentlich ein Abstoß gewesen wäre. Und prompt erwische ich das Ding perfekt mit dem Kopf. Dieses Glück musst du erzwingen. Und ich bin mir sicher, dass es die Jungs auch dieses Mal packen.“

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Den Ernst der Lage habe jeder erkannt, versichert Stahl. „Die Jungs sind total fixiert auf das Berlin-Spiel am Samstag. Aber es ist eine positive Anspannung spürbar. Beim 3:0-Sieg in Bochum hat jeder gesehen, dass es geht. Auch zuvor gegen Braunschweig waren wir sicher nicht die schlechtere Mannschaft. Ich sehe auf jeden Fall eine Entwicklung hin zu mehr Stabilität.“

Die sieht auch Rubin Okotie. Der Torjäger gab im Kicker am Donnerstag einmal mehr den Optimisten. „Wir haben grundsätzlich super Vorausset­zungen, mit guten Fußballern, die alle richtig kicken können. Wir müssen aber das, was wir können, auch konstant auf dem Feld abrufen. Wir brauchen einfach mal zwei, drei Siege in Serie, dann kommen wir ganz automatisch in einen positiven Lauf.“ Die Realität heißt Platz 15. Okoties Kommentar: „Der Verein hat das Potenzial, um in die Bundes­liga aufzusteigen. Im Moment stecken wir im Abstiegskampf, da verbietet es sich, von anderen Dingen zu reden. Wir brauchen jetzt Punkte, um da hinten rauszukommen.“ Gegen Union Berlin sind die Löwen immerhin noch ohne Niederlage.

lk

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